Neue Rettungswache macht Henrichenburg sicherer

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In der Fahrzeughalle wird der Rettungswagen nicht nur abgestellt, sondern auch nach jedem Einsatz gereinigt. Eine Abzugsanlage sorgt dafür, dass keine Abgase die Luft verunreinigen.
 
Hinter dem linken Tor des neuen Bauwerkes an der Hedwig-Kiesekamp-Straße verbirgt sich die Rettungswache.

Vor genau vier Wochen hat der Rettungsdienst seine Arbeit in der neuen Rettungswache an der Hedwig-Kiesekamp-Straße aufgenommen. Durch den von der Frebergstraße dorthin verlagerten Rettungswagen (RTW) gebe es nun „viel mehr Sicherheit“ im nördlichen Teil der Stadt, erklärt Feuerwehrsprecher Michael Brudek.

Acht Minuten beträgt die gesetzliche Hilfeleistungsfrist, innerhalb derer der RTW am Zielort eintreffen muss. Dies sei in der Vergangenheit von Castrop aus schwierig gewesen, wenn es beispielsweise einen Einsatz in Becklem gegeben habe. „Wir haben eine Quote von 25 bis 30 Prozent erreicht“, schätzt Holk Hering, Sachgebietsleiter Rettungsdienst. Nach nur einem Monat habe man zwar noch keine aktuellen Daten, aber der neue Standort sei eine große Verbesserung, so Brudek.
Die Rettungswache in Henrichenburg ist an das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr angegliedert. Beim Bau des neuen Gerätehauses im vergangenen Jahr habe man die Gunst der Stunde genutzt, die Rettungswache zu integrieren. „Aber der Rettungsdienst ist eine eigene autarke Einheit“, erklärt Brudek.
Jeweils zwei Rettungsassistenten – aus einem Pool von insgesamt 73 hauptberuflichen Rettungskräften – haben 24 Stunden lang an der Hedwig-Kiesekamp-Straße Bereitschaft. „Von 7.30 bis 7.30 Uhr“, so der Feuerwehrsprecher.
Neben der Fahrzeughalle für den RTW gehören daher ein Aufenthaltsraum mit Küche und Fernseher sowie zwei Ruheräume mit Bett, WC und Dusche zur Ausstattung der Rettungswache. In diesen Räumen können sich die Rettungsassistenten nach ihren Einsätzen frisch machen und entspannen. Zudem gibt es im Aufenthaltsraum einen PC-Arbeitsplatz. „Hier werden die Einsätze dokumentiert“, erläutert Brudek.
Trifft ein Notruf ein, ertönt zunächst ein Alarmgong in den Räumen. Dann folgt eine Sprachdurchsage. „Außerdem werden die Mitarbeiter über ihren persönlichen Funkmelder alarmiert“, erklärt Hering. In der Fahrzeughalle warten dann weitere Informationen auf die Rettungsassistenten: eine ausgedruckte Alarmdepesche mit Hinweisen zu der Art des Notfalls, etwa Kreislaufprobleme, sowie mit Verkehrshinweisen, wie Sperrungen, für die Fahrt. „Innerhalb von 60 Sekunden müssen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes auf dem Weg sein“, so Brudek.
Nach ihrer Rückkehr vom Einsatz können die Rettungs­assistenten nicht sofort den Aufenthalts- oder den Ruheraum aufsuchen. Zunächst gilt es, den RTW von innen und außen zu reinigen. Außerdem wird der RTW an die Abgasabzugsanlage angeschlossen und das Einsatzmaterial für die nächste Fahrt bereitgelegt.
Auch sich selbst unterziehen die Rettungsassistenten noch in der Fahrzeughalle einer ersten Desinfektion, bevor sie die Treppe zu Ruhe- und Aufenthaltsraum erklimmen können – bis zum nächsten Einsatz.

Tag der offenen Tür

- Um ihre Arbeit vorzustellen, laden der Rettungsdienst und der Löschzug Henrichenburg der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag (25. April) zu einem gemeinsamen Tag der offenen Tür ein.
- Unter anderem werden beide Dienste den Besuchern ihre Fahrzeuge vorführen.
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