Parkscheinautomaten außer Betrieb: "Null Unrechtsbewusstsein"

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„Was hat es uns gekostet, dass Parkscheinautomaten für mehrere Wochen stillstanden?“, wollte FDP-Chef Nils Bettinger während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wissen. Von einem mehrwöchigen Ausfall könne keine Rede sein, entgegnete Dezernent Michael Eckhardt. Und schon war man mittendrin in einer kontroversen Diskussion.

Wie berichtet, waren mehrere Parkscheinautomaten in der Altstadt seit Dezember einige Zeit lang außer Betrieb. Zwei weitere Automaten konnten zudem wegen Vandalismusschäden nicht genutzt werden.

„Ist ein Automat nicht in Betrieb, gehen die Leute in der Regel zum nächsten, um ein Ticket zu ziehen“, meinte Eckhardt. Es sei schwer, zu eruieren, „was an diesen Tagen nicht eingenommen wurde.“ Die entgangenen Einnahmen dürften sich jedoch „in einem relativ geringen Bereich gehalten haben“, so die Schätzung.

Das überraschte Nils Bettinger. Er erinnerte daran, dass Michael Eckhardt bei einem rund einwöchigen Ausfall zweier Parkscheinautomaten die „Ausfallsumme“ mit rund 4.000 Euro beziffert habe.
Zudem fuchse es ihn, dass es „null Unrechtsbewusstsein gibt.“ Fakt sei, dass der Stadt Einnahmen entgangen seien „und das Stadtsäckel belastet wurde.“
Das Wort „Unrechtsbewusstsein“ sei bei diesem Anlass „völlig daneben“, so Eckhardt. „Wenn ich defekte Geräte habe, geht es nicht um Unrechtsbewusstsein.“ Bei nicht geleerten Automaten sehe das anders aus. Mittlerweile verfüge man jedoch über ausreichend Leute, die Parkuhren leeren könnten.„Wir haben nicht mehr das Problem, das noch im vergangenen Jahr vorlag, dass eine Parkuhr nicht funktioniert, weil keiner da ist, der die volle Uhr leeren kann. Das war peinlich“, räumte Eckhardt ein.

Man werde auflisten und ermitteln, welche Automaten wann kaputt gewesen seien und wann sie instand gesetzt wurden. „Dann kann man Pi mal Daumen sagen, was wir für Verluste haben“, erklärte Bürgermeister Johannes Beisenherz.
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