Plötzlich ungewollt Vermieter: Scheinanmeldungen in Castrop-Rauxel

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Was tun, wenn immer wieder Post im Briefkasten landet, die für unbekannte Personen bestimmt ist?

Der 60-Jährige besitzt ein Einfamilienhaus in Rauxel. Seit Juni bekommt er immer wieder Post, die für zwei ihm unbekannte Personen (Mann und Frau) mit osteuropäisch klingenden Namen bestimmt ist.
Im Laufe der Zeit kamen einige Briefe an. Als jetzt ein Schreiben vom Ordnungsamt Marl an die Unbekannten in seinem Briefkasten landete, wandte sich der Rauxeler an die Stadtverwaltung in Castrop-Rauxel. Und dort stellte sich heraus: Mann und Frau sind bei ihm als Mieter gemeldet.

Er ist nicht der einzige, der plötzlich ungewollt „Vermieter“ ist. Auch im Stadtteil Schwerin gibt es beispielsweise so einen Fall. Dort kam ein Brief eines Inkassounternehmens an.

Betroffene Hauseigentümer könnten sich an das Bürgerbüro wenden, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann. „Wenn nicht vermietet wurde, werden die Namen der vermeintlichen Mieter von Amtswegen aus dem Melderegister genommen.“

„Scheinanmeldungen“ wie in Rauxel oder Schwerin soll mit dem Bundesmeldegesetz, das Anfang des Monats bundesweit in Kraft trat, ein Riegel vorgeschoben werden. Beim Wohnungswechsel muss jetzt eine Bestätigung des neuen Vermieters vorgelegt werden.
Der wahre Aufenthaltsort kann nun nicht mehr verschleiert werden, indem beim Einwohnermeldeamt einfach eine Scheinadresse angegeben wird.
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