Stadtanzeiger-Serie (4): Junges Castrop

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Jetzt trainierte Maurice Kerschner gerade mit der Deutschen Jugendnationalmannschaft in der Dominikanischen Republik. Foto: privat (Foto: privat)

Noch ist Maurice Kerschner erst 14 Jahre alt, aber schon jetzt kommt er durch seine Erfolge beim Baseballspiel in der Welt herum. Jetzt trainierte er mit der Deutschen Jugendnationalmannschaft in der Dominikanischen Republik.

Durch seinen Onkel hat Maurice Kerschner, der in einigen Tagen seinen 15. Geburtstag feiert, das Baseballspiel kennengelernt. „Er hat in Köln gespielt und mir ein Set mit Schläger, Ball und Handschuh geschenkt“, erinnert sich der Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums.
Mit acht Jahren hat er dann selbst angefangen, im Verein zu spielen – bei den Dortmund Wanderers. Zwei bis drei Mal die Woche trainiert er dort üblicherweise, wobei er von November 2012 bis März an vier Tagen der Woche am Training eines Sportinternats in Paderborn teilgenommen hat. Die Mühen haben sich für Maurice Kerschner gelohnt, denn jetzt wurde er in die Jugendnationalmannschaft berufen. Beim Winterball, einem Auswahltraining der Deutschen Baseballakademie, konnte er sich Anfang des Jahres für diese Saison qualifizieren.
Zusammen mit 17 weiteren Spielern trainierte er nun in den Osterferien in der Dominikanischen Republik als Vorbereitung auf die Jugend­europameisterschaft in Schweden im Juli. Dort dürfen allerdings nur 16 Spieler für Deutschland antreten. „Aber ich bin zuversichtlich, dass ich in Schweden dabei bin“, verriet Maurice Kerschner vor seiner Abreise in die Karibik.
Sein langfristiges Ziel sei es, „in die Herrennationalmannschaft aufgenommen zu werden und bei den World Baseball Classics zu spielen, die alle vier Jahre stattfinden“, schwärmt der 14-Jährige. Allerdings sei Baseballspielen in Deutschland kein Beruf, mit dem man Geld verdienen könne. Daher überlegt er, später im Medienbereich zu arbeiten oder Sport zu studieren.
Doch zunächst steht ein Austauschjahr in den USA an. Nach den Sommerferien wird Maurice Kerschner dort zehn Monate lang zur Schule gehen, und Baseball spielen wird er dort sicherlich auch. Schließlich ist der Sport in den USA populär. „Aber die Leute irren sich. Das eigentliche Baseball-Land ist die Dominikanische Republik“, weiß er.
Das kann man über Deutschland nicht sagen, und Maurice Kerschner würde es begrüßen, wenn es in Castrop-Rauxel die Möglichkeit gäbe, Baseball zu spielen. „Ich konnte mal ein Training für meine Jahrgangsstufe in Dortmund organisieren, und es gab einige, die es super fanden.“ Aber der Aufwand für die Fahrt dorthin habe sie abgeschreckt.
Wenn er nicht Baseball spielt, trifft sich Maurice Kerschner mit seinen Freunden, zum Beispiel auf der großen Wiese am Hallenbad, aber auch in ganz Castrop-Rauxel. Ob er seine Heimatstadt während seines Austauschjahres in den USA vermissen wird, kann er nicht abschätzen. Bei seinen kürzeren sportlichen Auslands­aufenthalten, wie einem Turnier in Saint Louis (USA) im letzten Sommer, war dies nicht der Fall. „Das sind immer nur einige Tage, und ich freue mich dann auf das Training oder das Turnier dort“, erklärt Maurice Kersch­ner.

Teil 1 der Serie über Ratsmitglied Tobias Schulze lesen Sie hier, Teil 2 über den Golfspieler Hendrik Hoffmann hier, Teil 3 über den Studenten Sven Pietsch, der sich für die Äthiopien-Hilfe engagiert, hier und Teil 5 über KiJuPa-Mitglied Marcia Köhler hier.
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