Stadtwerke: RWE hätte gerne geredet

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Rajko Kravanja

„Warum holt man bei der Gründung von Vertriebsstadtwerken RWE nicht mit ins Boot?“, hatte die FDP gefragt (wir berichteten). Das fragt sich auch RWE.

Man sei „erstaunt und negativ überrascht“ gewesen, bestätigt RWE-Sprecher Jonas Knoop. „Reden kann nie schaden. Vor allem, wenn man jahrelang als Partner erfolgreich agiert hat“, so Knoop. „Die Stadt hat eine Entscheidung getroffen und das akzeptieren wir.“ Gleichzeitig betont Knoop, dass man die Tür nicht zuschlage. „Wir bieten weiterhin an, jederzeit Gespräche zu führen.“
Denn nur so könnten beide Seiten feststellen, ob eine Partnerschaft Sinn mache oder nicht. Bekanntlich hat unsere Stadt die Stadtwerke Herten, Herne und das Unternehmen Gelsenwasser als Partner im Blick. Auf RWE sei niemand zugekommen, sagt Jonas Knoop
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SPD-Chef Rajko Kravanja sieht es genau umgekehrt: „RWE wusste seit zwei Jahren von dem Prozess. Es kam jedoch nie ein Signal, das besagte: ‚Wir wollen.‘“ Dem hätte man sich „nicht verweigert“.
Man steige nirgendwo aus, sondern gründe eine „neue Gesellschaft mit einem neuen Partner“. Und dies solle „ein Partner auf Augenhöhe sein, der die gleichen Ziele verfolgt“. Auf Augenhöhe habe man sich immer gesehen, sagt Jonas Knoop.

Der weitere Fahrplan:
- Bei der Sondersitzung des Rates am 21. Juni werden sich die drei potentiellen Partner (Stadtwerke Herne, Herten und das Unternehmen Gelsenwasser) vorstellen.
- Ein Sonderparteitag der SPD zum Thema „Stadtwerke“ findet am 26. Juni statt. Die Fragen „Wie konkret soll die Gesellschaft aussehen?“, „Wer wird Partner?“ sollen geklärt werden.
- Am 4. Juli werden dann in Sachen Stadtwerke in der Ratssitzung „Nägel mit Köpfen“ gemacht.
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