Therapiehund Maggie macht Schüler glücklich

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Sie macht einen guten Job an der Hans-Christian-Andersen-Schule: Therapiehündin Maggie mit ihrer Besitzerin Susanne Kirchhoff und den Schülern (v.l.) Lea, Lars und Bensu. Foto: Thiele
Sie konnte die Herzen der Kinder im Sturm erobern. Seit rund acht Wochen ist Therapiehündin Maggie an der Hans-Christian-Andersen-Schule (Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache) im Einsatz. „Die Kinder sind völlig begeistert und erzählen sehr viel von der Hündin“, freut sich die stellvertretende Schulleiterin Rosie Uysal über den Erfolg des neuen Projektes.


Dass sich Border-Collie-Dame Maggie bei Lärm, Unruhe und Hektik ziemlich unwohl fühlt, kann man ihr geradezu an der Nasenspitze ansehen. „Sie funktioniert dann wie ein Spiegel“, verrät Begleithund-Therapeutin Susanne Kirchhoff. „An der Reaktion des Hundes merken die Kinder, wenn sie sich falsch verhalten. Sie lernen, sensibler zu sein und sich zu konzentrieren“, so die 50-Jährige.
Aber nicht nur auf besonders lebhafte Schüler habe die Hündin einen positiven Einfluss. „Die Kinder lernen, Maggie Kunststücke beizubringen, ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt, und sie überwinden Angst und Scheu“, weiß Kirchhoff. Grundsätzlich gehe es in den Stunden mit Maggie aber vor allem um Spaß, Spiel und das Miteinander.
Aktuell verbringen 16 Kinder der Schule – unterteilt in zwei Gruppen – jeweils eine Stunde pro Woche mit dem Hund. Viel Zeit sei das natürlich nicht, räumt die Therapeutin ein. „Die insgesamt zwölf Stunden können eigentlich nur ein Anreiz sein“, ist sie überzeugt. „Schöner wäre es, wenn man kontinuierlich mit den Kindern arbeiten könnte.“ Ein Wunsch, den die stellvertretende Schulleiterin Rosie Uysal teilt. „Das Problem ist das Geld“, erklärt sie. Man habe die Finanzierung des zwölfwöchigen Workshops über den Bildungsfonds der Stadt beantragt und die Förderung glücklicherweise auch bekommen.
„Im kommenden Jahr wollen wir wieder einen Antrag stellen, planen dann aber, den Hund nicht in ausgesuchten Gruppen, sondern in bestimmten Klassen einzusetzen“, so Uysal. Man hoffe, so das soziale Miteinander stärken zu können.
Eine klare Zieldefinition für die Therapiestunden habe sie aber nicht, erklärt Susanne Kirchhoff. „Für mich ist es ein großer Erfolg, wenn die Kinder nach der Stunde glücklich in ihren Unterricht zurückkehren“, stellt sie klar. Dies habe man – trotz der knapp bemessenen Zeit – bereits erreicht, weiß Rosie Uysal.
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