Verdacht auf Weltkriegsbombe wird geprüft: Mögliche Evakuierung der südlichen Innenstadt

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"Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Einsatzkräfte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, der Feuerwehr, des THW und der Polizei am Sonntagvormittag (12. November) bei einer sogenannten Aufgrabung in der Richard-Wagner-Straße in der südlichen Innenstadt auf einen möglichen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg stoßen", teilte die Stadtverwaltung soeben mit. Die Experten gingen davon aus, dass sich der Bombenverdachtspunkt bestätigen werde, und der Blindgänger, sobald er freigelegt sei, auch sofort entschärft werden müsse.

In diesem Fall würde am Sonntag ab 11 Uhr der Bereich im Umkreis von 250 Metern um den Verdachtspunkt herum aus Sicherheitsgründen evakuiert. Das mögliche Sperrgebiet reicht vom St. Rochus-Hospital im Norden bis leicht über die Tiergartenstraße hinweg im Süden. Westlich würde es an der Grenze zum Stadtgarten und östlich auf dem ehemaligen Rennbahngelände enden.

Im Einzelnen wären das folgende Bereiche:

• B235/Beethovenstraße
zwischen Dortmunder Straße und Kreuzung Wittener Straße
• B235/Beethovenstraße
zwischen Kreuzung Wittener Straße und „Am Stadtgarten“ (Hausnummern 1, 3, 2a, 2, 4)
• B235/Wittener Straße
zwischen Kreuzung Beethovenstraße und den Hausnummern 92 (Lidl-Markt) und 105
• B235/Wittener Straße
zwischen Kreuzung Beethovenstraße (Höhe Hausnummer 63 / 64) und den Hausnummern 53a und 44
• Glückaufstraße
zwischen „Am Stadtgarten“ und Beethovenstraße
• „Am Stadtgarten“
zwischen Glückaufstraße und Durchgang zur Brucknerstraße, Hausnummer 1c bis 21
• Brucknerstraße
zwischen Durchgang „Am Stadtgarten“ Höhe Hausnummer 19 / 20 und B235 / Wittener Straße
• Tiergartenstraße
zwischen B235 / Wittener Straße und Bahnunterführung
• In der Kemnade
zwischen Beethovenstraße und Hausnummer 18 / 19b
• Richard-Wagner-Straße komplett
• „Feldmark“
zwischen Tiergartenstraße und den Hausnummern 3 / 4
• Regerstraße Hausnummer 7
• EDEKA Gronemann (Gesamtes Grundstück mit Parkplatz)
• Bahnlinie zwischen Dortmunder Straße und Regerstraße
• Ehemalige Pferderennbahn (westlicher Bereich, einschließlich Spielplatz)
• Außengelände St. Rochus-Hospital
Mitarbeiter und Patienten des Krankenhauses verbleiben im Gebäude. Zum Schutz wurde bereits ein vier Meter hoher und 15 Meter langer Erdwall an der Richard-Wagner-Straße errichtet, der im Ernstfall Druckwellen abfangen und mögliche Splitter auffangen würde.
Der Stadtgarten selbst, die Dortmunder Straße und die Cottenburgstraße zum Beispiel wären nicht betroffen.
Falls es am Sonntag tatsächlich zu einer Bombenentschärfung und Evakuierung kommen sollte, stünde Anwohnern das Bürgerhaus in der Castroper Altstadt, Leonhardstraße 4, zur Verfügung, um die Entschärfung im Warmen abzuwarten.
Der Verdachtspunkt ergab sich bei Überprüfungsarbeiten auf der Fläche des Bauvorhabens „In der Kemnade“.
„Nach den ersten Bohrungen und Messungen deutet vieles darauf hin, dass wir es tatsächlich mit einem Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu tun haben“, erklärt Dieter Gerth von der Feuerwehr Castrop-Rauxel.
Mit Handzetteln werden am Samstagnachmittag (11.November) für den Fall der Fälle alle betroffenen Anwohner über den möglichen Einsatz am Sonntag (12.11.) informiert. Betroffen wären rund 160 Häuser mit etwa 600 Haushalten und etwa 2.000 Menschen.
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