Verpflegungsgeld: Vater wartet auf Erstattung

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Auf mittlerweile 195 Euro belaufe sich die Summe, die er von der Stadt Waltrop erstattet bekommen müsste, erklärt Michael Könker. (Foto: Möhlmeier)

„Mittlerweile stehen 195 Euro aus“, erklärt Michael Könker. Der Castrop-Rauxeler wartet auf Geld, das ihm die Stadt Waltrop für August/September angekündigt, bisher aber noch nicht ausgezahlt hat. „Wir sind ALG II-Empfänger. Das ist viel Geld für uns.“

Es geht um Verpflegungsgeld, das er für seinen Sohn Kevin bezahlt, der die Schule Oberwiese in Waltrop besucht. Mit 40 Euro monatlich geht Könker in Vorleistung. Dann stellt er, da er Castrop-Rauxeler ist, bei der Stadt Castrop-Rauxel einen Antrag nach dem Bildungs- und Teilhabepaket, um die Summe zurückzubekommen. Das Geld wird zunächst an die Stadt Waltrop überwiesen, bevor es von dort schließlich an Michael Könker weitergeleitet wird.
„Mitte Juli erreichte uns ein Schreiben der Stadt Waltrop, dass wir August/September mit einer End­abrechnung von 59 Euro rechnen können“, berichtet er. Doch das Geld floss nicht.
Mittlerweile seien es 195 Euro, ärgert sich der Vater, der sowohl mit der Stadt Waltrop als auch mit der Stadt Castrop-Rauxel Kontakt aufgenommen hat, um das Problem zu klären. Bei der Stadt Castrop-Rauxel habe man ihm bereits vor zwei Wochen gesagt, dass das Geld unterwegs sei, berichtet Könker. Doch er wartet bis heute darauf, dass die Stadt Waltrop es tatsächlich überweist.

Stadt Waltrop hat noch nicht überwiesen

Angela Naehrig, Pressesprecherin der Stadt Waltrop, räumt auf Stadtanzeiger-Nachfrage ein, dass die Summe Michael Könker bisher noch nicht erstattet worden sei.
Zum einen erklärt sie, dass sie im Gegensatz zu Michael Könker von der Stadt Castrop-Rauxel die Auskunft erhalten habe, dass das Geld noch nicht unterwegs sei, sondern die Überweisung bis zum 2. Oktober bearbeitet werden sollte.
Zum anderen verweist Naehrig auf die personellen Engpässe in der Waltroper Stadtverwaltung. „Unsere Sachbearbeiterin, die für das Verpflegungsgeld zuständig ist, war in der vergangenen Woche nicht im Haus“, erklärt sie. Und auch bei der Stadtkasse sei in der vergangenen Woche aufgrund von Urlaubszeit und Krankheitsständen nur einer von fünf Kollegen da gewesen.
„Es ist auf jeden Fall in Bearbeitung“, versichert die Pressesprecherin, dass man sich um den Fall Könker kümmere. Seit Montag sei die Sachbearbeiterin zurück im Büro. „Ich habe der Kollegin den Vorgang auf den Tisch gelegt.“ Er sollte bis zum Ende dieser Woche erledigt sein, aber ob dies tatsächlich klappe, konnte Angela Naehrig nicht zusagen.
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