Wie funktioniert eigentlich Natur?

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Bei all dem Unterricht kam der Spaß nicht zu kurz und eine kleine Alberei musste einfach mal sein .
 
Die Kinder waren erstaunt das Bier aus dieser Pflanze gemacht wird. Stephan Bevc erklärt den Hopfen.

Kinder Projektwoche im Kleingarten



Tja, wie funktioniert das eigentlich, Natur? Um diese und viele andere Fragen zu beantworten und zu zeigen wie toll eben diese Natur sein kann, haben die Kleingärtner des Bezirksverbandes um Stephan Bevc, auch dieses Jahr wieder eine Projektwoche für Kinder einiger interessierter Grundschulen veranstaltet.

Am Anfang der Woche ging es im KGV Spreday mit der Cottenburg – und der Erich Kästner Schule los. Sie erfuhren wie man aus Blumen Farben gewinnen kann. Die Kinder waren mit viel Eifer und Spaß dabei und probierten vieles aus. Jedes Kind durfte sich mit den selbstgemachten Naturfarben ein T-Shirt gestalten und mit Nachhause nehmen. Das Highlight am Dienstag war dann ein Ausflug zum Stadthafen nach Recklinghausen. Dort empfingen ca. 70 Kinder die Bewertungskommission der LaGa, die gekommen war um zu entscheiden wohin diese wirklich tolle Veranstaltung schlussendlich gehen wird. Ein buntes Spalier aus Kindern die fröhlich „Herzlich Willkommen“ riefen und aufgeregt den neun Juroren extra für sie gemalte T-Shirts und kleine Bündel mit Narzissen Zwiebeln überreichten, bildete den Rahmen für die Ankommenden am Bootsanleger. Die Erwachsenen aus Politik und Stadtverwaltung waren sichtlich begeistert von dem Enthusiasmus des so jungen Empfangskomitees.
Natürlich durften auch die Kinder Blumenzwiebeln mitnehmen. Die Narzisse wird, sollte die Landesgartenschau zu uns kommen, 2020 im Logo der LaGa wiederzufinden sein und soll sie deshalb jetzt schon für alle repräsentieren.
Am Mittwoch gab es dann wieder eine Färberwerkstatt, diesmal mit zwei zweiten Klassen der Grundschule „Am Busch“ Diese Kinder kamen auch am Freitag wieder, um einiges über die Obst und Gemüse Vielfalt im Kleingarten zu lernen. Stephan Bevc der lange Zeit im KGV Nord auch als Fachberater tätig war, zeigte den Kleinen aber auch das es wichtig ist genau aufzupassen was man ist, da es immer wieder Gewächse gibt die sich zum verwechseln ähneln, wovon aber eines genießbar und das andere höchst giftig sein kann. Viel Spaß brachte den jungen Naturkundlern ebenfalls das Apfelernten, auch wenn die Gerätschaften dafür eher für Erwachsene gemacht sind.
Am Donnerstag war eine dritte Klasse der Schule „Am Busch“, diesmal begleitet von einer Mutter, wieder im KGV Nord um mit den Kindern Kartoffeln und Kräuter zu ernten und daraus eine leckere Backkartoffel mit selbst hergestellten Dipp zu machen. Hierbei war es ganz wichtig zu sehen das es bei Gemüse aus dem eigenen Garten völlig ungefährlich ist z.B. die Schale mit zu essen, da man ja sicher sein kann das hier keine Pestizide verwendet wurden.

Im Gespräch mit Frau Robrecht, einer Lehrerin der Schule „Am Busch“ die zum ersten Mal an solch einem Projekt teil nahm, erfuhr ich das sie es als sehr wichtige Erfahrung für die Kinder sieht an solchen Projekten teilzunehmen. „Die Kinder kennen viele Obst- und Gemüsesorten gar nicht. Zumindest können sie teilweise keine Namen zuordnen und stellten ganz witzige Vermutungen an, was denn nun was ist bei der Erkundung in der Gartenanlage“ erklärte Robrecht. Sie würde sich wünschen, dass die Kinder einmal anschaulich den Werdegang einer Pflanze bis hin zur Frucht mit erleben. Auch damit sie verstehen, das alles seine Zeit hat und nicht jeder Schritt zu jeder Zeit funktioniert. Beispielsweise, dass Blumenzwiebeln erst noch in der kalten Jahreszeit in den Boden müssen um dann im Frühling oder Sommer als schöne Blume aus der Erde zu kommen.
Auch könne sie sich vorstellen, wenn dies organisatorisch möglich wäre, mit den Kindern einmal frische Sachen zu kochen. Leider haben viele Kinder in ihren Brottüten nur Nutella Brote, da wäre es schön ihnen auch Gemüse und Co nahe zu bringen, sagte Frau Robrecht mit einem Lächeln. Sie ist wie auch die anderen Lehrerinnen dieser Woche mit Begeisterung dabei und weiß jetzt schon, dass sie zum nächsten Projekt unbedingt wiederkommen will.

Petra Schmied und Stephan Bevc erzählten noch ein wenig zur Projektwoche, während die Kinder am Freitag zum Abschluss auf dem Garteneigenen Spielplatzt noch einmal richtig toben konnten.
In den 5 Tagen wurden ca. 250 Kinder betreut. Alles Zweit- und Drittklässler. Manchmal ein ganz schöner Drahtseilakt bei den kleinen Temperamentsbündeln, schmunzelt Bevc. Solche und ähnliche Projekte laufen bei den Kleingärtnern seit 2001 weiß Petra Schmied zu berichten. Da gibt es ganz unterschiedliche Projekte, Frühblüher, Insekten, Nisthilfen, Imker und natürlich immer wieder die Kartoffelaktion. Auch habe man schon mit einigen Klassen Marmelade eingekocht. Die Ideen sind da und werden soweit möglich auch umgesetzt. Darum sind wir froh das es Schulen gibt die uns schon kennen und immer wieder mit uns zusammenarbeiten. Derzeit sind es zwischen sechs und acht Schulen die sich an den Projekten beteiligen. Leider keine Weiterführenden Schulen, denn dort ist so ein Exkurs oft nur im Rahmen einer Projektwoche möglich.
Für Bevc und Schmied steht fest das sie gern immer wieder solche Aktionen gemeinsam mit den anderen Helfern aus den einzelnen Kleingärtnervereinen machen werden. Sie sind dankbar für jede helfende Hand die sich an diesen Projekten beteiligt, denn ohne ein vernünftiges Team sind solche Sachen kaum realisierbar, wissen beide sehr genau.
Zum Abschluss sagte Stephan Bevc etwas zu dem nichts hinzuzufügen ist.

„Kinder sind es immer Wert etwas mit ihnen zu machen, denn sie sind unsere Zukunft und da ist es wichtig das wir uns vernünftig um sie kümmern!“
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