Wie geht es nach 2016 in Habinghorst weiter?

Anzeige

Ende dieses Jahres laufen die Gelder für das Projekt Soziale Stadt Habinghorst endgültig aus. Wie soll es dann mit dem Haus der Begegnung (HadeBe), dem Stadtteilbeirat und dem Quartiersmanagement durch die Mitarbeiter des Stadteilbüros weitergehen? Darüber machen sich neben den Mitgliedern des Vereins Habinghorst! auch die örtlichen Politiker und die Stadtverwaltung Gedanken.

Schon 2014 stand bei einem Workshop die Frage im Raum, wie man den Stadtteilbeirat verstetigen kann, erinnert sich Axel Bleck, erster Vorsitzender des Vereins. Zwei Schritte dazu sind schon getan: Zum einen wurde der Verein gegründet. Zum anderen hat sich der Verein mit seinen Gremien so aufgestellt, dass der Stadtteilbeirat darin aufgehen könnte. „Lokale Wirtschaft, Soziales und Senioren“, nennt Bleck Ausschüsse des Vereins, die den Gruppen des Beirates entsprechen. Während der Jahreshauptversammlung des Vereins am Freitag (18. März) habe man beschlossen, an der Strategie festzuhalten, dem Stadtteilbeirat auf diese Art die Möglichkeit zu bieten, weiter zu machen.
Zudem habe man besprochen, wie Bürger beteiligt werden könnten, die nicht dem Verein beitreten wollen. Hierfür gibt es bereits die Klönabende, und daneben könne man sich ein, zwei Stadtteilkonferenzen pro Jahr vorstellen, so Bleck. „Die wir würden wir aber nicht organisieren, sondern das müssten Verwaltung oder Politik übernehmen.“

Zukunft des HadeBe

Bei der Zukunft des HadeBe hofft der Verein ebenfalls auf die Unterstützung der Stadtverwaltung, die die Räumlichkeiten bereits seit Anfang 2015 finanziert. „Wir können die Termine der sich dort treffenden Gruppen organisieren, aber nicht die Finanzierung stemmen“, macht Bleck die Grenzen der Vereinsarbeit deutlich. Neben dem HadeBe als Mittelpunkt des Stadtteils notiert der Vereins auf dem „Wunschzettel für Weihnachten“ auch eine irgendwie geartete Fortsetzung der Arbeit des Stadtteilbüros. „Ein Stadtteilmanager wäre schön“, sagt Bleck.

Antrag im Rat

Nachdem SPD, CDU, Grüne, FWI, FDP und Linke während der vergangenen Ratssitzung (17. März) einen gemeinsamen Antrag stellten, dass die Stadt prüfen soll, inwieweit das Quartiersmanagement und das HadeBe weitergeführt werden können, wolle der Verein nun zunächst das Ergebnis des Prüfauftrags abwarten, so Bleck. Der Vereinsvorsitzende wertet den Antrag als positives Signal dafür, „dass die Politik das Projekt nicht fallen lassen möchte“.
Auch die Stadtverwaltung ist bemüht, die Soziale Stadt Habinghorst fortzuführen. Am Samstag (23. April) ist daher ab 13.30 Uhr in der Aula der Fridtjof-Nansen-Realschule, Lange Straße 18-20, eine Stadtteilkonferenz geplant. „Dann sollen Ideen und Möglichkeiten zum Erhalt beziehungsweise zu Alternativen gesucht werden“, erklärt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi.

Lange Straße:

- Teil des Projekts Soziale Stadt Habinghorst sind auch Umbau und Neugestaltung der Lange Straße, die im Frühjahr 2015 abgeschlossen wurden.
- Inklusive Planungskosten, Beleuchtung und Baukosten schlug die Maßnahme in der Endabrechnung mit rund 2,5 Millionen Euro zu Buche.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.