2019 soll Baubeginn sein: Pläne fürs Hochwasserrückhaltebecken Obercastroper Bach vorgestellt

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Zu einer Infoveranstaltung zum Thema Hochwasserschutz und Kanalsanierung hatte die SPD Obercastrop-Mitte eingeladen.

Ab 2019 könnte der Bau des schon lange angedachten Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Obercastroper Bach beginnen. Die ersten Pläne stellte der EUV am Mittwoch (28. Juni) bei einer Infoveranstaltung des SPD-Ortsvereins Obercastrop-Mitte vor.

„Das ist ambitioniert und relativ eng gestrickt“, sagte Arianka Simonsen vom Bereich Kommunale Infrastruktur über den Projektablauf. Dieser sieht bis Ende dieses Jahres den Abschluss der Abstimmungen mit Behörden und Betroffenen vor, für 2018 das Planfeststellungsverfahren und für 2018/19 die Ausführungsplanung, die dann vorgibt, wie das Becken genau umgesetzt wird. „Das ganze ist eingebettet in den Emscherumbau. Deshalb drängt es etwas“, so EUV-Chef Michael Werner.
Entstehen soll das HRB, das ein maximales Volumen von 10.000 Kubikmeter haben wird, zwischen Im Siepen sowie Gertrudstraße, wo es an die bereits vorhandene Verrohrung angeschlossen wird. In dem Becken soll das Regenwasser gestaut werden, um die Altstadt bei Starkregenereignissen künftig vor Hochwasser zu schützen.

Naturnahes Erdbauwerk

Simonsen sicherte ein Erd- statt eines Betonbauwerks zu, das naturnah mit Böschungen und ohne steile Wände gestaltet werde. So konnte sie auch die Befürchtungen eines Anwohners der Straße Im Siepen hinsichtlich der dort geplanten Schutzmauer nehmen. „Davon wird nichts zu sehen sein“, erklärte sie, während Werner ankündigte: „Wir werden die Planungen nochmal mit jedem Grundstückseigentümer besprechen.“
Aktuell kalkuliert man beim EUV mit einem Investitionsvolumen von 1,3 bis 1,4 Millionen Euro für das HRB Obercastroper Bach. „Aber die Preise explodieren zurzeit, so dass die Summe 2019 etwas höher sein wird“, prophezeite Werner.

Hochwassertrasse

Als eine weitere Maßnahme, um das Wasser aus der Altstadt herauszuhalten, soll der Landwehrbach durch eine Hochwassertrasse entlastet werden. In acht Metern Tiefe soll ab dem HRB Cottenburgschlucht eine Trasse von 1,80 Meter Durchmesser bis zum Erin-Park gepresst werden. Zurzeit befinde man sich im Planfeststellungsverfahren, und der Baubeginn sei für Mitte 2018 geplant, so Simonsen.

Kanal- und Straßensanierungen

Auch die Kanal- und Straßensanierungen in Obercastrop waren ein Thema während der Infoveranstaltung. „Bei der Marienstraße liegen wir in den letzten Zügen“, sagte Werner. Der zweite Bauabschnitt mit Franz-, Hedwig-, Christinenstraße sowie Im Scheiten soll 2018 folgen, bevor im dritten Bauabschnitt der Kanal in der Gertrudstraße 2019 neue Liner erhält.
Beim Endausbau am Scheitensberg scheint ein Ende abzusehen. Wie der EUV-Chef erklärte, laufe die Ausschreibung. „In drei Wochen erwarten wir die Angebote.“
Nach wie vor für Unmut sorgt die Linienführung des Busses 353 über die Marienstraße bei einigen Anwohnern. Zwar erinnerte der Ortsvereinsvorsitzende Daniel Molloisch daran, dass die Bogestra signalisiert habe, mit dem Fahrplanwechsel 2018 oder 2019 auf die Gelenkbusse zu verzichten, aber dafür stieß einem Anwohner die vorgesehene Takterhöhung von 20 auf 15 Minuten auf: „Wenn das kommt, werden wir alles daran setzen, die Linie zu teilen.“
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