Am Hasenwinkel: Diskussion über Schadstoffe im Boden

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Über den Bebauungsplan „Am Hasenwinkel“, wo acht Wohnhäuser in der Nähe des Hammerkopfturms entstehen sollen, wurde am Donnerstag (11. Juni) heftig während der Sitzung des Bauausschusses diskutiert. Knackpunkt waren die gezogenen Bodenproben, da Uneinigkeit bei den Fraktionen darüber herrschte, ob die ermittelten Schadstoffwerte bedenklich seien oder nicht.

Den Stein ins Rollen hatte Engelbert Denneborg gebracht, der wie schon zwei Tage zuvor im Umweltausschuss die Fragestunde für Einwohner nutzte, um seine Bedenken vorzutragen. Seiner Ansicht nach seien zu wenige Bodenproben genommen worden. Er verwies zudem auf erhöhte Cadmium- und Bleibelastung und kritisierte, dass die Altlastenproblematik nicht den künftigen Grundstückskäufern überlassen werden dürfe.
In dasselbe Horn stieß Ingo Boxhammer (Linke). „Ich weiß nicht, ob es statthaft ist, einen Bebauungsplan zu erstellen und zu sagen, dass die Eigentümer individuell den Boden prüfen lassen können.“

Eigenverantwortung der Käufer

Damit reagierte er auf die Erläuterungen von Philipp Röhnert, Leiter des Bereichs Stadtplanung. Dieser verwies darauf, dass man Bürgern im Rahmen der Eigenverantwortung zumuten könne, sich zu informieren. „Wir diskutieren öffentlich, die Untersuchungsergebnisse sind jedem zugänglich“, so Röhnert. Zudem betonte er, dass die zugelassenen Schadstoffgrenzwerte für Obst- und Nutzgärten, die sowohl Denneborg als auch Boxhammer genannt hätten, nicht korrekt seien, sondern höher lägen.
„Jeder, der dort bauen möchte, muss wissen, wo er baut“, erklärte Sabine Seibel (SPD). Sie vertraue den „gesicherten Erkenntnissen der Verwaltung“, und auch der stellvertretende Ausschussvorsitzende Bernd Goerke (SPD) zeigte sich von den Ausführungen „mehr als überzeugt“. „Wir müssen uns auf die Fachleute verlassen können“, sagte Josef Berkel (CDU).
Mit den beiden Gegenstimmen von Linken und FWI wurde der Satzungsbeschluss des Bebauungsplans letztlich angenommen.
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