Anwohner sehen „Send-Bau“ kritisch

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Der „Send-Bau“, ein Multifunktionshaus mit Geschäfts- und Wohnnutzung, soll an der Freiheitstraße entstehen. Während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr (B3) am Mittwoch (30. April) fällten die Mitglieder einstimmig den Beschluss, dass der Bebauungsplan nun einen Monat lang öffentlich ausgelegt werden soll. Zugleich trugen Anwohner der Straßen Gevelskamp und Freiheitstraße noch einmal ihre Bedenken gegen den Bau vor.

„Wir fühlen uns durch die Größe des geplanten Baukörpers etwas in die Ecke gedrückt und finden uns in den Plänen nicht richtig wieder“, erklärte Dietmar Schneider im Namen etwa 15 weiterer Anwohner. Sie möchten den dörflichen Charakter ihrer Siedlung am Gevelskamp und der Freiheitstraße bewahren und haben sich deswegen zur Interessengemeinschaft „Schönes Wohnen in Henrichenburg-Mitte“ zusammengeschlossen.
„Der neue Bau soll etwa 60 Meter lang und größtenteils viergeschossig werden und direkt an das Wohngebiet angrenzen“, so Dietmar Schneider. Die Häuser der Anwohner – meist freistehend oder Doppelhäuser – seien dagegen nur 1,5- bis 2,5-geschossig, heißt es in den Unterlagen, die die Interessengemeinschaft der Stadtverwaltung übergeben hat. Daher plädiere man für eine maximale Höhe des „Send-Baus“ von drei Geschossen.
Auch die geplante Zufahrt zu dem neuen Gebäude sowie die Lage der angedachten Parkplätze machen den Anwohnern Sorgen. Sie wollen sicherstellen, dass die Anlieferung der Geschäfte ausschließlich über die Freiheitstraße erfolgt, und sind dagegen, zusätzliche Stellflächen auf der Westseite des Gebäudes zu schaffen. Zudem befürchten die Anwohner, dass einige der geplanten Parkplätze es zukünftig erschweren könnten, das Haus Gevelsberg 2 zu Fuß zu erreichen.
Um ihre Bedenken der Stadtverwaltung vorzutragen, suchten die Mitglieder der Interessengemeinschaft bereits im Vorfeld der B3-Sitzung das Gespräch mit dem Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt. Während der Sitzung sagte Dobrindt, „dass wir die Auswirkungen des neuen Baus in der Tat berücksichtigen wollen. Es wäre hilfreich, mit den Anwohnern im Dialog zu bleiben.“
Der Ausschussvorsitzende Peter Millner (SPD) verwies zudem darauf, dass mit der nun beschlossenen Auslegung des Bebauungsplans die Möglichkeit gegeben sei, dass sich die Öffentlichkeit zu dem geplanten Bauvorhaben äußern könne.
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