AWO-Kita Henrichenburg: Runder Tisch soll Lösung bringen

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Frank Boente (r.) befürchtet, dass durch den Neubau der Kita auf dem Grundstück nebenan die Blutbuche in seinem Vorgarten Schaden nehmen könnte. Mit im Bild ist Vormieter Jürgen Wilmer.

Eine alte Blutbuche steht im Vorgarten von Frank Boente. Auf dem Nachbargrundstück an der Hedwig-Kiesekamp-Straße soll nach den Wünschen der Arbeiterwohlfahrt bald der Kita-Neubau entstehen. Jetzt befürchtet Boente, dass der Baum Schaden nehmen könnte, da dessen Wurzeln seiner Schätzung nach 40 Meter ins Nachbargrundstück hineinragen.

Bei einem Ortstermin wurde auf Einladung des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dr. Bert Wagener die Lage mit Notburga Henke, Vorsitzende des Umweltausschusses, sowie Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, erörtert.
Zuvor habe Boente der Stadtverwaltung bereits am 2. Mai schriftlich mitgeteilt, dass er nicht gedenke, für die Entsorgung des Baumes aufzukommen, falls die Wurzeln beschädigt würden. Darauf habe er keine Antwort bekommen – eine Darstellung, der Breuer widersprach.
Vor Ort an der Hedwig-Kiesekamp-Straße erneuerte Boente seine Forderung, dass die Stadt ihm schriftlich bestätigen solle, dass er nicht für die Kosten der Baumentsorgung aufkommen müsse. Dies sei jedoch nicht möglich, betonte Breuer, verwies aber darauf, dass hier das Verursacherprinzip gelte.
Wie der Amtsleiter erläuterte, falle die Blutbuche unter die Baumschutzsatzung, während auf dem Grundstück nebenan das Baurecht gelte. „Das kollidiert, wenn das Baufeld direkt an den Baum heranreicht“, so Breuer. Bisher habe man jedoch immer Lösungen gefunden, solche Fälle im Guten zu regeln.

Runter Tisch mit allen Beteiligten

Dies soll nun auch hier so sein. Dazu wird Henke auf Vorschlag von Wagener alle Beteiligten – vom Architekten bis zur Stadtverwaltung – zu einem Runden Tisch einladen. Geplant ist ein Termin im September.
Dabei wird sicherlich auch der umstrittene neue Standort des geplanten Kita-Neubaus Thema sein. Denn bei dem Ortstermin ging Boente nicht nur auf die mögliche Gefährdung der Blutbuche ein, sondern auch auf den Grenzverlauf seines Grundstücks, das er seit 2002 gepachtet hat. Genau wie die Fläche, auf der die Kita gebaut werden soll, gehört es der katholischen Kirche. Nach Vermessungen sei sein Grundstück nun schmaler und kürzer, so Boente.
Zudem erinnerten er und sein Vormieter Jürgen Wilmer daran, dass von den Henrichenburgern mehrere Alternativvorschläge für die Lage des Kita-Neubaus eingereicht, diese aber sehr zügig abgelehnt worden seien.
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