Bauausschuss beschließt das Ende der Bennertorbrücke

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Bis auf die Linken stimmten die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstag (29. Juni) geschlossen dafür, die Planungen für einen Neubau der Bennertorbrücke nicht weiter zu verfolgen. Das ging aber nicht ohne vorherige Diskussion ab.

Die meisten Fraktionen akzeptierten das von der Verwaltung genannte Hauptargument gegen einen Neubau, nämlich die stetig steigenden Kosten, die mittlerweile 1,7 Millionen Euro betrügen. "Es wäre sicherlich wünschenswert, die Brücke zu haben, aber ist es verhältnismäßig?", fragte der Ausschussvorsitzende Dr. Oliver Lind (CDU).
"Wir können uns so einiges nicht leisten, tun es aber trotzdem", wetterte dagegen Ingo Boxhammer (Linke) und nannte den Altstadtmarkt und das geplante Rondell als Beispiele. "Wir haben immer noch nicht die Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn, die Voraussetzung für Fördermittel ist", schilderte EUV-Chef Michael Werner noch einmal ein wesentliches Problem. Zudem wies er auf die Folgekosten eines Brückenneubaus hin, die in den nächsten 60 Jahren bei 800.000 Euro lägen.
Heinrich Strauß (SPD) berichtete im Namen des Behindertenbeirats, dass auch dieser sich "allein schon wegen der Topographie zum Beispiel an der Kolpingstraße" nicht unbedingt für einen Neubau ausspreche.
Der Beschluss des Bauausschusses, den der Rat am Donnerstag (6. Juli) noch bestätigen muss, umfasst zwei Ergänzungen: Dr. Bert Wagener (Grüne) regte an, einen Teil des eingesparten Geldes darauf zu verwenden, "die Wegebeziehungen so zu ertüchtigen, dass sie von Kindern, Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren genutzt werden können". Mit aufgenommen wurde zudem eine Überprüfung der Parkplatzsituation entlang der Thomasstraße.

Prüfauftrag zum Thema Vandalismus

Einen gemeinsamen Auftrag an die Verwaltung, zu prüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um dem zunehmenden Vandalismus an öffentlichen Gebäuden, insbesondere an Schulen, Einhalt zu gebieten, erteilten SPD, CDU, Grüne, FDP, Linke und FWI. Als Lösungsmöglichkeit schweben den sechs Parteien beispielsweise Flutlichtstrahler vor.
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