Castrop-Rauxel verliert weniger Einwohner als Kreis Recklinghausen

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Martin Oldengott. Foto: Archiv (Foto: Archiv)

Mit den Worten „Wir sind besser als unser Ruf“ kommentiert Martin Oldengott, Leiter des Bereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, die Einwohnerzahlen für Castrop-Rauxel in der jetzt vorgelegten Auswertung des bundesweiten Zensus vom Mai 2011. Denn mit einem Ergebnis von 74.629 Einwohnern hat die Stadt zwar einen Verlust zu verzeichnen, steht aber trotzdem besser da als der Kreis Recklinghausen und das Ruhrgebiet.

Die Stadtverwaltung selbst hatte die Einwohnerzahl mit 75.486 (Stand Dezember 2011) beziffert. Die Landesstatistiker von IT.NRW gingen bei ihrer Fortschreibung auf der Basis der Volkszählung von 1987 von einer Einwohnerzahl von 74.935 im Dezember 2011 aus.
Das aktuelle Zensus-Ergebnis von 74.629 zeigt damit, dass 0,8 Prozent weniger Menschen in Castrop-Rauxel leben als bisher von IT.NRW angenommen. Im Kreis Recklinghausen beträgt die Abweichung minus 1,2 Prozent, ruhrgebietsweit minus 1,5 Prozent.
Die Gründe für den geringeren Verlust gegenüber Ruhrgebiet und Kreis Recklinghausen sieht Martin Oldengott in der „sehr attraktiven Lage Castrop-Rauxels im Kernruhrgebiet“ und in der Nähe zu Oberzentren. „Der Castroper identifiziert sich sehr mit seiner Stadt“, glaubt Oldengott. Er bleibe gern hier wohnen und nehme dafür auch längere Wege zur Arbeit in Kauf. Tatsächlich sei Castrop-Rauxel eine Auspend­lerstadt, so Oldengott. „Zwei Drittel aller Castrop-Rauxeler arbeiten außerhalb.“
Ob sich die Ergebnisse des Zensus 2011 auch finanziell niederschlagen werden, zum Beispiel durch sinkende Landeszuweisungen an die Stadt Castrop-Rauxel, könne man erst in ein bis anderthalb Jahren sehen, erklärt Martin Oldengott. „Da der Bevölkerungsverlust auf Landesebene größer ist als hier, glaube ich aber nicht, dass Castrop-Rauxel mit finanziellen Nachteilen rechnen muss“, lautet seine Einschätzung.
Seit der letzten bundesweiten Volkszählung im Jahr 1987 hat Castrop-Rauxel übrigens durchaus einen deutlicheren Verlust an Einwohnern hinnehmen müssen. 77.081 Menschen lebten damals hier: 40.130 Frauen und 36.951 Männer. Die aktuelle Einwohnerzahl von 74.629 teilt sich laut Zensus 2011 in 38.600 Frauen und 36.030 Männer auf.
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