Dafür, dagegen: Radfahren in der Fußgängerzone der Altstadt

Anzeige
Unterschriften gegen die Freigabe der Fußgängerzone in der Altstadt sammelten CDU und FWI am vergangenen Samstag. Die Aktion soll an den kommenden beiden Samstagen wiederholt werden. (Foto: CDU)

„Ich bin überrascht, dass es so einen großen Andrang gab“, sagt CDU-Chef und Bürgermeisterkandidat Michael Breilmann. Gemeinsam mit der FWI hatten die Christdemokraten am Samstag (25. April) in der Altstadt eine Unterschriftenaktion gegen die Öffnung der Fußgängerzone für Fahrradverkehr gestartet.

Über 300 Unterschriften kamen bei diesem ersten Aufschlag zusammen. Auch „bekennende Radfahrer“ hätten ihre Unterschrift auf die Liste gesetzt, so Breilmann.
„Ziel der Unterschriftenaktion ist es, dass es sich die Ampel-Koalition überlegt und ihren Beschluss zurücknimmt.“
Wie berichtet, ist das Fahrradfahren in der Fußgängerzone seit Freitag (24. April) ganztägig erlaubt. Zunächst wird es eine sechsmonatige Testphase geben.

Angst vor Zusammenstößen

„Viele Bürger sagten uns, dass sie Angst haben, dass es zu Zusammenstößen kommt“, berichtet Breilmann. Die Fußgängerzone sei schlicht und ergreifend „zu eng“.
Mit der Unterschriftenaktion wolle man die Meinung der Bürger zum Thema einholen. „Wir möchten auch gerne mit Befürwortern sprechen“, betont Breilmann.
An den nächsten beiden Samstagen, jeweils von 9 bis ca. 12.30 Uhr, werden CDU und FWI wieder Unterschriften in der Altstadt sammeln.
Als Reaktion auf die Unterschriftenaktion von CDU/FWI hatten auch die Grünen für Samstagvormittag einen Infostand auf dem Lambertusplatz in der Altstadt geplant.

„Am Samstag ist es zu heikel“

Nach ihren Beobachtungen waren die Reaktionen der Bürger auf die Freigabe der Fußgängerzone für Radler dreigeteilt. „Überrascht hat uns, dass viele Radfahrer gesagt haben, dass sie sich in der Woche darüber freuen, es ihnen am Samstag aber zu heikel scheint“, berichtet Fraktionschef Bert Wagener. Daher würden sie samstags lieber schieben.
Andere Radfahrer hätten die Gelegenheit genutzt auszuprobieren, wie es zukünftig wäre, in der Woche mit dem Fahrrad durch die Altstadt beispielsweise zur Schule oder zum Arzt zu fahren.
„Bei den Fußgängern überwogen die Ängste“, sagt Wagener. So hätten sie Bedenken geäußert, dass etwa eine größere Schülergruppe auf ihren Rädern an ihnen vorbeifahren könnte. „Das kann ich nachvollziehen.“
Die Grünen planen, am Samstagvormittag (2. Mai) erneut mit einem Infostand am Lambertusplatz vor Ort zu sein.
Außerdem werden sie den Mai über die Situation von Radfahrern und Fußgängern beobachten. „Wir werden uns die Lage an Werktagen angucken, wenn die Schule beginnt und endet, wenn Leute mit dem Rollator unterwegs zum Arzt sind oder einkaufen“, kündigt Bert Wagener an. Bis zum Beginn der Sommerferien soll dann ein Statusbericht erstellt werden.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
40
Guido Baumann aus Castrop-Rauxel | 09.05.2015 | 11:09  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.