Diskussion über Parkplätze in Habinghorst

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Im vergangenen Jahr wurde die Einbahnregelung an der Kampstraße aufgehoben. Nicht alle Anwohner sind mit dieser Entscheidung einverstanden. (Foto: Thiele)

Die Parkraum- und Verkehrssituation in Habinghorst erwies sich als Stoff für Diskussionen während des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung. Etwa 15 Bürger nahmen am Donnerstag (12. März) an der Sitzung in der Fridtjof-Nansen-Realschule teil.

So kritisierte ein Bürger die im vergangenen Frühjahr aufgehobene Einbahnregelung an der Kampstraße zwischen Römer- und Querstraße. „Hier entstehen gefährliche Situationen, weil die Straße zu schmal für zwei Autos ist.“
Dem widersprach Jürgen Siemon, der zu den Bürgern gehört, die die Verkehrsänderung angeregt hatten. „Ich habe dort seitdem noch nie eine kritische Situation erlebt“, sagte er und verwies darauf, dass es Ausweichflächen, zum Beispiel vor dem Habinghorster Markt, gebe.
Achim Waldert vom Bereich Ordnungswesen bestätigte, dass es seit der Änderung keine Beschwerden von Bürgern bei der Stadtverwaltung gegeben habe.
Auf Autofahrer, die trotz Halteverbotes auf der sich noch im Umbau befindlichen Lange Straße parken, wies ein anderer Bürger hin. „Die Stadt ist zurzeit nicht verkehrssicherungspflichtig, weil die Bauphase noch nicht abgeschlossen ist“, erklärte EUV-Chef Michael Werner. Man werde aber dafür sorgen, dass dort kein „Wildwest“ entstehe.
Architekt Klaus Jarzina stellte die Pläne vor, auf dem Habinghorster Markt zwei Gebäude für betreutes Wohnen zu errichten. Auch eine Arztpraxis soll einziehen, weswegen einige Bürger Bedenken äußerten, ob nach Fertigstellung des Bauprojektes genügend Parkplätze vorhanden sein werden. Sie bezweifeln, dass die auf dem Baugrundstück geplanten Parkplätze für die jetzigen Anwohner, die künftigen Bewohner der neuen Wohnungen sowie für die Besucher der Arztpraxis ausreichen.
Jarzina sagte, dass man die vorgeschriebene Anzahl an Plätzen nachweisen werde, und erklärte, dass bei betreutem Wohnen mit einem geringerem Kfz-Anteil, nämlich mit 20 bis 30 Prozent der Bewohner, gerechnet werde.
„Wir werden niemandem, der jetzt dort wohnt, einen Parkplatz wegnehmen“, versicherte Bauherr Konstantinos Boulbos. Ein Bürger wies außerdem daraufhin, dass die umliegenden Häuser zum Teil über Innenhöfe und Garagen verfügten, die Anwohner ihre Autos aber trotzdem auf dem Marktplatz abstellten.
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1 Kommentar
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Wolfgang Höffchen aus Castrop-Rauxel | 15.03.2015 | 14:42  
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