Ein Stellplatz fürs Rad: Vorsitzende des Umweltausschusses plädiert für Satzung

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Einen Pkw-Stellplatz pro neu gebauter Wohneinheit muss ein Investor zurzeit im Allgemeinen in Castrop-Rauxel schaffen. Eine vergleichbare Regel möchte die Vorsitzende des Umweltausschusses, Notburga Henke, auch für Fahrräder einführen. Deshalb hat sie das Thema auf die Tagesordnung der kommenden Ausschusssitzung am Dienstag (17. April) gesetzt.

Da die Stadt Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden (AGFS) werden wolle, was ebenfalls Thema der Sitzung sein wird, „brauchen wir ganz dringend eine Stellplatzsatzung für Fahrräder“, erklärt Henke. Per Sachstandsbericht soll daher geklärt werden, „wo wir stehen und wie wir vorgehen können, um das Ziel zu erreichen“, so Henke. Möglicherweise könnte bereits aus der Sitzung heraus ein Beschlussvorschlag entstehen.
Den ideale Fahrradstellplatz beschreibt Henke als ebenerdig, abschließbar und überdacht. „Er sollte so sicher sein, dass man auch ein teures E-Bike abstellen kann.“ Zudem soll der Stellplatz rein praktische Bedingungen erfüllen. Er solle das Rad vor dem Wetter schützen, „und er muss leicht zu erreichen sein – so wie das Auto, das vorm Haus steht und in das man einfach einsteigt.“

Die Berücksichtigung eines Fahrradstellplatzes könnte künftig Teil der Baugenehmigung sein. Dabei möchte Henke nicht jeden Reihenhausbesitzer verpflichten, „auf seinem schmalen Grundstück neben den Abfalltonnen noch einen Platz vorzuhalten, aber da, wo es für die Menschen zumutbar ist“, erläutert die Ausschussvorsitzende ihre Idee.
Um dies umzusetzen, fehle jedoch eine Satzung in Castrop-Rauxel. Bereits Anfang 2016 habe sie im Umweltausschuss angeregt, solch eine Stellplatzsatzung zu erarbeiten, so Henke. Ihrer Information nach habe die Verwaltung damals auch begonnen, sich mit dem Thema zu beschäftigen, es dann aber nicht weiter verfolgt.
Nun, da es die Ampel-Koalition nicht mehr gibt, möchte Notburga Henke das Thema Stellplatzsatzung für Fahrräder aus der Versenkung holen, es erneut der Öffentlichkeit präsentieren und darüber diskutieren, um den Radverkehr in Castrop-Rauxel voranzubringen.
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