FWI-Fraktionssitzung: Pläne für Biomasseheizwerk in Deininghausen vorgestellt

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Zur offenen Fraktionssitzung hatte die FWI in die Begegnungsstätte "Dein Treff" am Bärenplatz in Deininghausen eingeladen.

Positive wie auch negative Entwicklungen in Deininghausen kamen während der offenen Fraktionssitzung zur Sprache, zu der die FWI am Dienstag (25. April) eingeladen hatte.

Profitieren sollen die Bewohner der 18 Mietshäuser, die im Besitz von Vonovia sind, sowie die Eigentümergemeinschaft an der Erfurter Straße von dem Biomasseheizwerk, das zur Heizperiode 2017/18 auf dem Garagenhof an der Leipziger Straße entstehen soll.
Simone Raubuch, stellvertretende Regionalleiterin bei Vonovia, stellte in Aussicht, dass die neue Anlage wirtschaftlicher sein werde als die jetzige Heizungsanlage. Wie viel die Mieter künftig zahlen müssten, hänge aber von ihrem individuellen Heizverhalten ab.
Christian Hibbeln, Vertriebsleiter bei der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH, die das Heizwerk errichten wird, unterstrich, dass die Mieter "sichere Wärme" erhalten werden. Bekanntlich gibt es mit der jetzigen Heizungsanlage seit Jahren Probleme.

Umweltfreundlichkeit

Zudem verwies er auf die Umweltfreundlichkeit, da das neue Heizwerk, dessen Anschlussleistung drei Megawatt (MW) betragen wird, jährlich 800 Tonnen CO2 einspart. "Es kommt kaum etwas raus", antwortete er auf die Frage eines Bürgers nach den Emissionen. "Jetzt haben wir hier 19 Kamine, die viel mehr abgeben." Gefragt nach der Höhe des Kamins, die bei 15 bis 18 Metern liegen wird, versicherte Hibbeln, dass es ein Gutachten gebe, dass die Abgase über die umliegenden Gebäude hinwegzögen.
Wie EUV-Chef Michael Werner ergänzte, werde das Heizwerk sowohl die Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes für CO2 und Staub einhalten als auch die Vorgaben für den Lärmschutz.
Damit die Deininghauser sich ein Bild von dem geplanten Gebäude machen können, lud Hibbeln dazu ein, ein vergleichbares Heizwerk bei Köln zu besichtigen.

Alkohol und Drogen

Zweites Thema des Abends waren die Alkoholkonsumenten, die sich am Kiosk an der Dresdener Straße aufhalten. "Ich habe zwei kleine Töchter. Die ältere geht auch zur Bude", äußerte eine Mutter ihre Sorgen. Auch Drogen würden im Umkreis des Kiosks verkauft, berichtete Stadtteilmanager Manfred Herold.
Mit Blick auf Möglichkeiten, hier Abhilfe zu schaffen, ging Thomas Roehl, Leiter des Ordnungsamtes, auf die stark eingeschränkte Personalsituation ein. Er sieht aber die Möglichkeit, wie beim "Problemhaus" in Habinghorst eine gemeinsame konzertierte Aktion mit der Polizei zu machen.
Zudem kündigte er an, dass im nächsten Betriebsausschuss ein Konzept für einen Ordnungsdienst vorgestellt werden solle, das vorsehe, das Personal aufzustocken und es zeitlich flexibler einzusetzen.
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