Hochbunker wird im Auge behalten

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Der Hochbunker am Busbahnhof stand am Donnerstag (7. November) wieder auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr. Anlass war diesmal der Antrag des Arbeitskreises Bürgerfreundliche Altstadt auf Abriss des Bunkers. Dessen Mitglied Meinolf Finke begründete den Antrag damit, dass schon seit Jahren ohne Ergebnis über eine mögliche Nutzung des Bunker diskutiert werde. Doch auch diesmal wurde keine Entscheidung gefällt.

„Wir sind nicht gegen ein Weiterbildungs- und Kulturhaus“, sagte Finke, aber der Bunker sei aufgrund fehlender heller Räumlichkeiten und zu niedriger Decken dafür nicht geeignet. Zudem verwies er auf §171 des Baugesetzbuchs, nach dem es seiner Meinung nach möglich sei, eine finanzielle Förderung für den Abriss zu erhalten.
Nils Bettinger erklärte, dass die FDP dem Antrag nicht folgen könne, obwohl sie der Meinung sei, dass der Bunker abgerissen werden solle. Als Grund nannte er die voraussichtlichen Abrisskosten von 900.000 Euro.
Ingo Boxhammer (Die Linken) kündigte an, dem Antrag des Arbeitskreises zustimmen zu wollen, und forderte zugleich „ein besseres Zahlenwerk“ von der Verwaltung. Vor allem wollte er wissen, wie hoch der Verkaufserlös des Grundstücks ausfallen könnte.
Als Reaktion auf die Anmerkungen der Ausschussmitglieder betonte der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt, dass die Stadtverwaltung in alle Richtungen weiterdenken werde, erklärte aber auch einigen Vorschlägen eine Absage. So sagte er: „Es ist ein Risiko, zu hoffen, dass durch den Grundstücksverkauf die Abrisskosten amortisiert werden. Diese sind bei einem Richtwert von 190 Euro pro Quadratmeter in keinster Weise abgedeckt.“
Als widersprüchlich empfand es Oliver Lind (CDU), dass die Verwaltung in alle Richtungen denke, den Antrag des Arbeitskreises aber ablehnen wolle. Daher schlug er vor, die Abstimmung zu verschieben. Diesem Vorschlag schloss sich Rajko Kravanja (SPD) an, der sich zunächst für eine Ablehnung des Antrags ausgesprochen hatte.
Schließlich einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, nicht über den Antrag abzustimmen, sondern die Stadtverwaltung zu beauftragen, „die Dinge im Auge zu behalten“, wie es der Ausschussvorsitzende Peter Millner (SPD) formulierte.
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