Ingo Boxhammer (Die Linke) im Stadtanzeiger-„Sommer-Plausch“

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Entspannt mit einer Tasse Tee und einem guten Buch auf der schattigen Terrasse: So lässt sich für Ingo Boxhammer der Sommer aushalten. Foto: Wengorz
Bei hitzigen Debatten im Rat ist er ganz in seinem Element – heiße Außentemperaturen kann er dagegen überhaupt nicht ausstehen. „Ich hasse die Hitze“, stellt Ingo Boxhammer (Die Linke) gleich zu Beginn unseres Gespräches klar. Auf der schattigen Terrasse des Hauses von Familie Boxhammer im Frohlinder Dorf lässt es sich allerdings auch bei hochsommerlichen Temperaturen recht gut aushalten...

Stadtanzeiger:Herr Boxhammer, warum mögen Sie den Sommer nicht?

Ingo Boxhammer: Ich bin ein eher rötlich-blonder Typ. Da ist Hitze wirklich schlimm. Den Winter finde ich besser. Ich ziehe mich gerne warm an.

Stadtanzeiger: Was ist Ihr Reiseziel in diesem Jahr?

Ingo Boxhammer: Mit meiner Frau fahre ich mit den Hurtigruten die norwegische Küste entlang. Los geht es in Bergen. Da hat man zurzeit vielleicht so 20 Grad, das ist für mich noch ganz gut auszuhalten.

Stadtanzeiger: Wie sieht für Sie ein perfekter Urlaub aus?

Ingo Boxhammer: Was ich überhaupt nicht leiden kann, ist dieses am Strand herumliegen. Kultur und Erlebnisse sind gut, aber man sollte es damit auch nicht übertreiben. Schön ist es, wenn ich im Urlaub mal wieder richtig zum Lesen komme.

Stadtanzeiger: Welches Buch darf in Ihrem Reisegepäck nicht fehlen?

Ingo Boxhammer: Das ist ganz unterschiedlich. Ich habe zu meinem 70. Geburtstag einige Bücher geschenkt bekommen, zum Beispiel „Ego“ von Frank Schirrmacher. Das werde ich mitnehmen. Ansonsten lese ich sehr gerne Biografien, insbesondere, wenn sie die nähere und weitere Geschichte umfassen. Und ich schätze historische Romane sehr, solange sie nicht erfunden sind oder als Vorlage für irgendeinen Krimi dienen. Die Romane von Rebecca Gablé gefallen mir sehr. Sie bringt einem Geschichte wirklich näher.

Stadtanzeiger: Können Sie im Urlaub wirklich abschalten oder gibt es bestimmte lokalpolitische Fragen, die sie auch dann beschäftigen?

Ingo Boxhammer: Im Moment regt mich diese ganze Abhör-Geschichte deutlich mehr auf als das Castroper Stadtgeschehen. Mit den großen politischen Fragen beschäftige ich mich auch im Urlaub. Wobei es auch hier bestimmte Dinge gibt, die mich so aufregen, dass es mich im Urlaub nicht loslässt, beispielsweise das Hickhack um die Beleuchtung des Hammerkopfturms.

Stadtanzeiger: Die politische Sommerpause ist vorbei. Welches ist aus Ihrer Sicht das drängendste Problem, das in Castrop-Rauxel in Angriff genommen werden muss?

Ingo Boxhammer: Ganz klar, die finanzielle Situation. Der Stärkungspakt. Das ist ein Strangulierungsgesetz. Und vor allem hängt da doch alles dran, und es wird immer schlimmer. Grundsätzliches Problem ist hier die Landesregierung, die die Kommunen am langen Arm verhungern lässt.

Stadtanzeiger: Ihr Lieblingsfeind im Rat der Stadt oder anders gefragt: Gibt es ein Streitthema, auf das Sie sich besonders freuen?

Ingo Boxhammer: Mit den Braunen diskutiere ich grundsätzlich nicht. Davon abgesehen schätze ich eigentlich alle Mitglieder des Rates – was mich natürlich nicht davon abhält, ihnen auch mal anständig die Meinung zu sagen (lacht). Thematisch wird die Auseinandersetzung um die Sekundarschule heftig werden. Hier wurde einfach nicht vernünftig aufgeklärt. So etwas benötigt eine lange Vorlaufzeit, und man muss den betroffenen Eltern ganz genau erklären, was auf sie zukommt.

Stadtanzeiger: Sie haben drei Wünsche für die Stadt Castrop-Rauxel frei. Was würde Ihnen da einfallen?

Ingo Boxhammer: Das ist relativ einfach. Ausreichend Geld für den Haushalt, reparierte Brücken und Straßen und einen attraktiveren Marktplatz mit viel Gastronomie.
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