Kein "katholisches Ghetto" am Widumer Tor

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Soll im August bezogen werden: Der neue St. Rochus-Kindergarten der St. Lambertus-Gemeinde an der Widumer Straße. Es ist der erste Baustein des Widumer-Tor-Projektes.

Das Widumer-Tor-Projekt am Eingang zur Castroper Altstadt soll „unter gar keinen Umständen ein katholisches Ghetto“ werden. Das hat Meinolf Kopshoff, Mitglied des Kirchenvorstandes der St. Lambertus-Gemeinde, am Donnerstag (14. April) im Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung bei der Vorstellung des Projektes versichert.

Derzeit entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Pastorats der Lambertus-Gemeinde an der Widumer Straße der neue St. Rochus-Kindergarten. Er ist sozusagen der erste Bauabschnitt des späteren intergenerativen Zentrums, der neuen Begegnungsstätte für alle Generationen.

Am Widumer Tor gelte es für die St. Lambertus-Altstadt-Kirchengemeinde, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, die der demografische Wandel mit sich bringe, so Kopshoff weiter. Das Widumer-Tor-Projekt sei als offenes Haus konzipiert, das die alltäglichen Kontakte zwischen Menschen unterschiedlicher Lebensphasen fördern wolle. Dieser Begegnungsort müsse daher nicht zwingend an der Kirche sein.

„Es gibt viele ältere, aber auch junge Leute. Die wollen wir in den Blick nehmen.“ Dazu seien Kooperationspartner nötig, etwa die Stadt. Und mit Blick auf die in den kommenden Jahren entstehende Großpfarrei im Süden der Stadt betonte Kopshoff: „Uns ist wichtig, dass das Projekt vom gesamten Pastoralverbund mitgetragen wird.“

Für die Stadtverwaltung teilte der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt mit, die Stadt habe Fördermittel aus einem Sonderprogramm für Integration aufgetan. Und: „Wir können hier ein Stück Stadterneuerung betreiben.“

Nachdem der erste Teil des Kindergartens bereits am Freitag (15. April) "gerichtet" wurde, geht die St. Lambertus-Gemeinde von einem Umzug des St. Rochus.-Kindergartens im August aus. „Dann muss das Marcel-Callo-Haus, das seit 1950 als Provisorium dasteht, weichen, weil dort das Außengelände für den Kindergarten entsteht“, so Kopshoff. Und schließlich werde das Pfarrzentrum von der Kirche zum Widumer Tor verlegt.
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