Lecker Essen: Regina Kleff und Grüne diskutierten über das Schulessen

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Sozialdezernentin Regina Kleff (3.v.l.) war bei den Grünen zu Gast, um über die Themen Schulessen und pflegende Angehörige zu diskutieren.

Gesundes Schulessen fordern die Grünen und luden Sozialdezernentin Regina Kleff am Montag (23. Januar) zu einem öffentlichen Gespräch ein. Wie diese erläuterte, wolle sie Biokost und regionale Angebote mehr in den Blick nehmen und für das Essen stadtweite Standards setzen.

Zurzeit gibt es in den Offenen Ganztagsschulen aller Grundschulen das Konvektomatensystem, bei dem angelieferte Tiefkühlkost erwärmt wird, wohingegen die weiterführenden Schulen zum Teil mit Firmen kooperieren, die Cook and Chill anbieten. Hierbei wird das Essen vorgekocht, gekühlt und dann in der Schulmensa aufgewärmt.
Diese Lösungen kommen nicht überall gut an. "Die Tiefkühlkost schmeckt nicht", wusste die Mutter eines Grundschülers, und eine andere berichtete: "Am Ernst-Barlach-Gymnasium gibt es über 1.000 Schüler, aber nur 100 essen in der Mensa."
"Das kann nicht unser Ziel sein", machte Kleff denn auch deutlich. Sie möchte zunächst das Kinder- und Jugendparlament einbinden, damit die Kinder erste Ideen entwickeln, wie das Schulessen künftig aussehen könnte. In einem zweiten Schritt sollen Eltern und Schulen beteiligt werden. Dabei könnte zum Beispiel erfragt werden, ob die Eltern bereit wären, mehr für das Essen zu bezahlen, regte eine Mutter an.

Energiekosten der Schulen

Ulrich Werkle von den Grünen schlug vor, nicht nur die Preise der Anbieter zu vergleichen, sondern auch die Energiekosten der Schulen zu ermitteln. Denn wie Ralf Ehrnstraßer vom Marcel-Callo-Haus erläuterte, müssten beim Konvektomatensystem rund um die Uhr Tiefkühltruhen betrieben werden und es dauere 90 Minuten, bis das Essen erwärmt sei.
In einem letzten Schritt müsse dann die Politik darüber diskutieren, so Kleff. Zum kommenden Schuljahr rechnet sie noch nicht mit einer Umstellung des Schulessens – wobei sie nicht von einer einheitlichen Lösung an allen Schulen ausgeht –, "aber wir können schon einmal die Standards machen".
Als zweites Thema des Abends wurde die Frage diskutiert, wie man pflegende Angehörige unterstützen könne. Als mögliches Angebot kam die Idee einer Schulung auf, um deren Erarbeitung sich Stadt und Caritas gemeinsam kümmern könnten.
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