Mehr Schulraum nötig als erwartet

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Die ehemalige Grundschule Grüner Weg wird - wie drei weitere frühere Schulen - trotz drohender Schulraumnot nicht wieder reaktiviert, (Foto: Archiv)

Die aufgegebenen Grundschulen in Merklinde (Harkortstraße), Obercastrop (Grüner Weg), Deininghausen (Dresdener Straße) und Ickern (Marienburger Straße) können nicht einfach wieder als Schulen reaktiviert werden.

Das erklärte Bürgermeister Johannes Beisenherz jetzt bei einer Bürgerversammlung in Merklinde. Mit Unverständnis hatten Bürger auf die Bürgermeisteraussage reagiert, an den Grundschulen in der Stadt drohe Schulraumnot.

Begründet hatte Beisenherz dies mit einer höheren Geburtenrate als erwartet und einer größeren Nachfrage bei der Offenen Ganztagsschule, einem nicht zu erwartenden Anstieg der Zahl von Flüchtlingskindern sowie der Umsetzung der Inklusion (gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Handicap).

„Räume alleine begründen nicht die Neueröffnung einer Schule“, betonte Beisenherz. Einerseits würden die Gebäude inzwischen anderweitig genutzt: in Merklinde beispielsweise für die Versorgung von und das Miteinander mit den Flüchtlingen, in Obercastrop für zwei Kitagruppen und Tagesbetreuung. Und in Deininghausen sei das Gebäude jetzt komplett von der Hans-Christian-Andersen-Schule für Sprachförderung belegt.

Andererseits geht es bei den benötigten Räumen nicht einfach darum, an einer bestimmten Stelle Klassenräume zu bekommen. Gerade hinsichtlich der Inklusion gelten nach Aussagen von Bürgermeister Beisenherz besondere Anforderungen, weil der Unterricht differenzierter stattfinde. „Die Differenzierung richtet sich nach der jeweiligen Behinderung des Kindes, z.B. Lernschwäche oder Sprachschwierigkeit“, betonte der Bürgermeister auf Anfrage des Stadtanzeigers. An der Behinderung orientiere sich auch der Bedarf an möglicherweise notwendiger elektronischer Unterstützung im Unterricht.

Wie das Problem des zusätzlichen Schulraumbedarfs gelöst werden kann, soll auf Vorschlag des Bürgermeisters in einer „Arbeitsgruppe Schulentwicklung“ unter Leitung des Schulausschussvorsitzenden Udo Behrenspöhler erörtert werden. Diese Arbeitsgruppe soll unmittelbar nach der parlamentarischen Sommerpause eingerichtet werden, die Mitte August endet. Besetzt werden soll die Arbeitsgruppe mit je einem Vertreter der Fraktionen. Die Verwaltung werde die „Arbeitsgruppe Schulentwicklung“ unterstützen.
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