Nicht bis vors Schultor: Elternhaltestellen für die Wilhelmschule

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Ab hier soll es nun nicht nur für die Kinder der Klasse 3b zu Fuß zur Wilhelmschule weitergehen. Die Elternhaltestelle ist durch Hinweisschild, blaue Bordsteinbemalung und Parkverbotsschilder gekennzeichnet.

„Ich hoffe für die Kinder, dass die Eltern es annehmen“, sagt Angela Goldbach, Leiterin der Wilhelmschule. Im Umkreis der Grundschule ist jetzt an den Kreuzungen Luisen-/Wilhelmstraße sowie Berg-/Amtstraße je eine Elternhaltestelle eingerichtet worden.

Auf einer Länge von 20 bis 25 Metern, die mit Hinweisschild, blauer Markierung entlang dem Bordstein sowie Parkverbotsschildern gekennzeichnet ist, können Eltern ihre Kinder nun aus dem Auto aussteigen lassen, damit diese den Rest der Strecke zu Fuß gehen.
Etwa 250 Meter sind es von den Haltestellen, deren Lage so gewählt wurde, dass die Eltern nicht an der Wilhelmschule vorbeifahren müssen, bis zum Schulgebäude. „Die Kinder sollen die letzten Meter selbst gehen“, so Goldbach.
Denn die Elternhaltestellen, die in einer Gemeinschaftsaktion von Schule, den Bereichen Ordnungswesen und Stadtplanung, Polizei sowie EUV eingerichtet wurden, sollen einen doppelten Zweck erfüllen. Sie sollen die Kinder selbstständiger im Straßenverkehr machen und zugleich mehr Sicherheit vor dem Schulgebäude bieten, wenn demnächst hoffentlich weniger Eltern direkt davor halten.

Schulpflegschaft im Einsatz

„Im Moment ist es so schlimm, dass jeden Morgen jemand von der Schulpflegschaft vor Ort ist und dafür sorgt, dass die Kinder sicher über die kleine Sackgasse zur Schule kommen“, sagt Achim Waldert vom Bereich Ordnungswesen. Es gebe zwar ein Halteverbot vor der Schule, aber die Eltern würden unter anderem die Einfahrt nutzen, die auch zur Kirche führt. „Da haben wir keinen Zugriff drauf“, erläutert er die Problematik, und auch die Schulleiterin spricht von massiven Parkproblemen.
In einer Abfrage hat das Kollegium der Wilhelmschule ermittelt, dass 37 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Bis Ende nächster Woche sollen alle Klassen die Elternhaltestelle kennen lernen und ihren Eltern davon berichten. „Manchmal kommt man über die Kinder besser an die Eltern heran“, erläutert Goldbach das Informationskonzept, das aber auch vorsieht, noch einen Elternbrief herauszugeben.

Freiwilliges Angebot

„Wir sind gespannt, wie es angenommen wird“, sagt Waldert, denn letztlich handelt es sich bei den Haltestellen um ein freiwilliges Angebot. Zwar darf hier jetzt von 7.30 bis 14 Uhr niemand mehr parken, aber zugleich können die Eltern nicht verpflichtet werden, die Haltestellen zu nutzen.
Die Wilhelmschule ist die erste Schule in Castrop-Rauxel, bei der Elternhaltestellen eingerichtet wurden. Die Waldschule an der Ahornstraße soll bald folgen.
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Roland Nelke aus Castrop-Rauxel | 31.05.2017 | 00:39  
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