Poller sorgen für Ärger

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Über die Verkehrssituation im Umfeld des Noah-Kindergartens an der Alleestraße diskutierten Politiker und Bürger am Donnerstag (23. April) während der Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung im Hildegardisheim. Poller, die einseitig entlang des Gehwegs auf der Seite der Kita errichtet wurden, sollten eigentlich für Entspannung sorgen, verschärfen das Problem nach Ansicht einiger Anwohner aber eher.

„Die Problemzeiten sind morgens und gegen 16 Uhr beim Hinbringen und Abholen der Kinder“, schilderte ein Anwohner die Situation. Wegen der Poller würden die Eltern stattdessen auf der anderen Straßenseite halten. „Die Gefahr besteht darin, dass die Kinder über die Straße zu den Autos rennen.“
„Die Poller sind ein Schuss in den Ofen und stellen eine Gefahrenerhöhung dar“, erklärte auch Achim Gaertner (CDU). Seiner Meinung nach sei der Fußweg vor dem Kindergarten breit genug, dass man dort einen Bereich für kurzfristiges Anhalten markieren könnte. Eine eindeutige Markierung sei allerdings wichtig, ergänzte ein weiterer Anwohner. Es müsse gewährleistet sein, „dass Fußgänger noch zwischen den Autos und der Kita herkommen“.

Interessen unter einen Hut bringen

Die Schwierigkeit in dem Bereich an der Alleestraße sei, die Interessen der Kita, der Kirchenbesucher, der Anwohner sowie die Einmündungssituation von der Bahnhofstraße aus unter einen Hut zu bringen, erläuterte EUV-Chef Michael Werner. Es ginge darum, sowohl die Bedürfnisse nach Sicherheit für die Kinder als auch den fließenden Verkehr zu berücksichtigen. „Wir werden mit dem Ordnungsamt absprechen, ob die Poller noch zeitgemäß sind.“ Das Thema solle an die Verwaltung herangetragen und ein Vorschlag für die Sitzung des Ausschusses für Ordnung erarbeitet werden, so Werner.
„Durch den Ausbau der B235 und der Bahnhofstraße ist der Durchgangsverkehr auf der Alleestraße gestiegen“, nannte Tobias Schulze vom SPD-Ortsverein Nobelbahn/Rauxel ein weiteres Verkehrsproblem, mit dem sich Bürger an die SPD gewandt hätten. Dem widersprach ein anwesender Anwohner. „Das ist nicht so gravierend.“ Wichtig sei es gewesen, den Schwerlastverkehr aus der Alleestraße herauszunehmen, und dies sei bereits geschehen.

Bürgersteige nicht wiederhergestellt

Über den Zustand von Bürgersteigen, die nach dem Abschluss von Bauarbeiten nicht wiederhergestellt worden seien, beklagten sich einige Anwohner. So etwa auf Höhe der Moritzstraße 2. Nachdem erst Emschergenossenschaft, dann Gelsenwasser und schließlich Telekom Arbeiten erledigt hätten, sei nur die linke Seite des Bürgersteigs gemacht worden, aber nicht die rechte, so ein Anwohner. EUV-Chef Werner bestätigte die Problematik. Die Arbeiten der Telekom habe man noch nicht abgenommen, erklärte er und sicherte zu, dass der rechte Bürgersteig auch noch instand gesetzt werde.
Ein ähnliches Problem schilderte ein Anwohner auf dem Abschnitt Schulstraße zwischen Buchenstraße und Friedhof. Trotz Gesprächen mit dem EUV im Februar 2014 sei bisher nichts geschehen. „Die Planung steht noch wie 2014“, so Werner. Da man auch ein neues Bushäuschen errichten wolle, an dem sich der VRR mit 25.000 Euro beteiligen wolle, müsse man auf die Freigabe durch den VRR warten. Werner rechnet frühestens im Juni damit, sagte aber eine Wiederherstellung des Gehwegs zu.
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