Stadtwerke-Geschäftsführer gesucht: Stadt stellt seit Monaten keinen Vertreter

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Mit 50,1 Prozent ist die Stadt Mehrheitseigner an den Stadtwerken, stellt aber seit dem 1. Dezember 2016 keinen Geschäftsführer mehr, nachdem Michael Werner den Posten aufgab. Eigentlich sollte bereits im November ein Nachfolger im Rat bestimmt werden, doch die Entscheidung wurde auf die Sitzung im März verschoben. Auch dieser Zeitpunkt ist verstrichen, und die Stelle ist nach wie vor vakant.

„Wir sind dabei, Gespräche mit Kandidaten zu führen“, erklärt Regina Kleff, Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke. „Wir wollen genau schauen, wer da für uns in Frage kommt, um den Staffelstab zu übernehmen. Das ist eine wichtige Funktion. Da nehmen wir uns die Zeit.“ Neben Kompetenzen in der Geschäftsführung solle der Kandidat, der seine Tätigkeit nebenberuflich und unentgeltlich ausüben wird, auch Kenntnisse in der Energiewirtschaft haben.
Gespräche hat es allerdings schon im November gegeben, wie Bürgermeister Rajko Kravanja, der zu diesem Zeitpunkt noch Regina Kleffs Vorgänger als Aufsichtsratsvorsitzender war, damals erklärte. Dazu, warum die Gespräche im vergangenen Jahr zu keinem Ergebnis geführt haben, könne sie jedoch nichts sagen, so Kleff.

Vorschlag bis zum 8. Juni

Die nächste Ratssitzung steht am 8. Juni an. Bis dahin wolle der Aufsichtsrat Stadtverwaltung und Rat einen Vorschlag unterbreiten, so dass dann „auf jeden Fall“ ein Beschluss erfolgen könne. Ein Einstellungsdatum gibt es nicht, aber der neue Geschäftsführer solle seine Arbeit möglichst schnell aufnehmen, so Kleff.
In der Zwischenzeit führt Jens Langensiepen, der vom Anteilseigner Gelsenwasser AG gestellt wird, allein die Geschäfte. Er hatte zunächst von der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke eine bis zur Ratssitzung im März befristete Alleinvertretungsbefugnis erhalten. „Sie ist in einer Aufsichtsratsversammlung verlängert worden“, erklärt Kleff. Ohne ein erneutes Enddatum.
„Wir arbeiten sehr gut mit Gelsenwasser und Herrn Langensiepen zusammen.“ Daher könne man die aktuelle Situation ohne Geschäftsführer von städtischer Seite guten Gewissens vertreten. „Außerdem haben wir mit meinem Vorsitz im Aufsichtsrat ein Kontrollgremium“, so Kleff. Nichtsdestotrotz wolle man die Nachfolge regeln.
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