Vor 70 Jahren Kriegsende

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Am 8. Mai jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Für die einen war es der Tag der Kapitulation, für die anderen der Tag der Befreiung. In Castrop-Rauxel endete der Krieg schon einen Monat eher. (Foto: Thiele)

Am 8. Mai jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Für die einen war es der Tag der Kapitulation, für die anderen der Tag der Befreiung. In Castrop-Rauxel endete der Krieg schon einen Monat eher. Wir möchten gerne von Ihnen wissen, welche persönlichen Erinnerungen Sie mit dem Kriegsende in unserer Stadt verbinden, liebe Leser.

Die alliierten Truppen kamen von Nordwesten über Pöppinghausen in die Stadt. Es war Anfang April 1945. So ist es verzeichnet in der „Geschichte von Castrop und Umgebung“ des heimischen Historikers Dietmar Scholz, der im August vergangenen Jahres gestorben ist.

Es dauerte noch bis zum 8. April, bis die alliierten Truppen, zu denen Engländer, Amerikaner und Kanadier gehörten, die Castroper Altstadt eingenommen hatten. Letzter Widerstand wurde am Tag darauf noch im Bereich Merklinde gemeldet. Dann war der Krieg für Castrop-Rauxel vorbei.

Am 24. März hatten die alliierten Soldaten den Rhein im Bereich Rees, Wesel und Dinslaken überquert und sich dann den Zugang zum Ruhrgebiet erkämpft.
Am 1. April 1945 hat die deutsche Militäreinheit I/23, die aus versprengten Gruppen anderer Heeres- und Luftabwehrverbänden zusammengestellt worden war, „den Befehl erhalten, im Raume Castrop-Rauxel Angriffe des Gegners auf die Emscherstellung abzuwehren“, heißt es in den Unterlagen weiter. Am späteren Nachmittag wurde die Stadt zum Kampfgebiet erklärt.

Am 3. April griffen die Alliierten Bladenhorst an und rückten mit Panzern und Infanterie auf Rauxel vor. Am Tag darauf traf schweres Artilleriefeuer „die bewaldeten Hügel bei Dingen (Rieperberg)“... „Am Morgen des 6. April erfolgte ein unerwarteter feindlicher Angriff auf die Ostflanke zwischen Dingen und Schwerin.“ Und weiter: „Starke Angriffe auch auf der linken Flanke... der Angriff gegnerischer Verbände wurde erst vor der Zeche Erin zum Stehen gebracht.“

Im Laufe der Nacht zum 7. April „richtete sich feindliches Störfeuer allmählich auf die Castroper Altstadt sowie die Münsterstraße“, weisen die deutschen Unterlagen aus. Am Nachmittag leisteten dann „die Reste der deutschen Fallschirmjäger letzten Widerstand zwischen Luther- und Lambertuskirche. Am 8. April 1945 um 0.30 Uhr wurden die Zeche Erin und die zäh verteidigte Stadt Castrop aufgegeben.“

Noch am selben Tag wurde der Castrop-Rauxeler Bürgermeister Schulze angewiesen, seine Pflichten als Beigeordneter unter der Autorität einer Militärregierung fortzusetzen. Oberbürgermeister Dr. Anton wurde am 9. April von den Amerikanern verhaftet und in ein Lager nach Frankreich gebracht.

Ihre Erinnerungen:
Schicken Sie uns Ihre Erinnerungen an das Kriegsende in Castrop-Rauxel an die Stadtanzeiger-Redaktion, Obere Münsterstraße 37, 44575 Castrop-Rauxel, per E-Mail an redaktion@stadtanzeiger-castrop-rauxel.de oder rufen Sie uns an unter Tel. 02305/967422.
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