Warten auf neue Abgas-Berechnung

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Dass Autoabgase Gesundheitund Umwelt belasten, ist nicht neu. Die „Diesel-Affäre“ und ihre Folgen werden derzeit bundesweit heftig diskutiert. Anlass für Notburga Henke (Grüne), die Aufmerksamkeit auf die Situation in Castrop-Rauxel zu lenken.

„Obwohl schon seit April für die Berechnung von Stickoxiden (NOx) aus Dieselfahrzeugen 
eine neue Software-Version gilt, ist sie in NRWnicht verfügbar. Weder für die Städte, noch für die Politik“, kritisiert Henke. Ihre Recherchen beim Landesumweltministerium sowie bei der Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hätten ergeben, dass das Software-Update nochnicht abgeschlossen sei.

„Damit wird uns die Möglichkeit genommen, die aus der Verkehrszählung vom Mai 2016 erhobenen Daten auf den aktuellen Stand zu bringen“, bedauert Henke. So könne auch nicht ermittelt werden, ob verkehrspolitischer Handlungsbedarf bestehe.

Im Mai 2016 erfolgten Verkehrszählungenauf der Lönsstraße, Mühlenstraße, Wittener Straße, Widumer Straße und auf dem Biesenkamp, aus denen nach einem bestimmten Verfahren der Ausstoß von Stickoxiden durch Dieselfahrzeuge berechnet wird.

Diesel-Pkw stoßen nachneuesten Berechnungen laut Umweltbundesamt zwischen 23 und 92 Prozent mehr NOx aus als zuvor berechnet worden sei.

Eine offizielle Messstation für Abgase gibt es in Castrop-Rauxel nicht. „Erst, wenn die Werte besonders hoch sind, kann das Land zeitweise eine mobile Messstation ‚entsenden‘“.



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