Wasserkreuz und Bergehalde als Beitrag zur IGA 2027

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Bergehalde Schwerin, Stadtgarten, Erinpark und Wasserkreuz an Rhein-Herne-Kanal und Emscher – mit diesen vier Erlebnisstätten möchte die Stadt Castrop-Rauxel punkten, wenn sich das Ruhrgebiet für die Internationale Gartenschau (IGA) im Jahr 2027 bewirbt.

Das kündigte Bürgermeister Rajko Kravanja im Gespräch mit dem Stadtanzeiger an. Nachdem die Landesgartenschau im Jahr 2020, die unter dem Motto „Emscherland 2020 – Wasser.Wege.Wandel.“ in Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen stattfinden sollte, sich aber dem Mitbewerber Kamp-Lintfort geschlagen geben musste, gab es gleich erste Stimmen aus den Reihen der Verfechter einer Gartenschau an der Emscher, es auf jeden Fall noch mal mit einer Bewerbung zu versuchen.

So hatte Stepahn Bevc, Vorsitzender des Bezirksverbandes Castrop-Rauxel/Waltrop der Kleingärtner zwar bedauert, dass die Emscherregion nicht Gastgeber der Landesgartenschau 2020 sein wird, doch gleichzeitig den Blick in die Zukunft gerichtet: „Wir können uns ja für 2023 wieder bewerben.“

Doch geht es nach den Städten und Kreisen des Ruhrgebietes, darf es bei der nächsten Bewerbung um eine Gartenschau gleich eine Nummer größer sein: Die Oberbürgermeister, Landräte und mit ihnen die Bürgermeister der kreisangehörigen Städte, der Regionalverbund Ruhr (RVR) sowie die Emschergenossenschaft, soll die Internationale Gartenschau im Jahr 2027 im Ruhrgebiet zu sehen sein.

Die Idee dazu haben die im Kommunalrat (siehe auch „Hintergrund“) zusammengeschlossenen elf Oberbürgermeister und vier Landräte in der vergangenen Woche mit dem RVR in Brüssel hochrangigen Vertretern der EU-Kommission vorgestellt. Das Ruhrgebiet wurde in der belgischen Hauptstadt als Modellregion für „Grüne Infrastruktur“ präsentiert. In die Reihe von Emscherumbau, Emscher-Landschaftspark und „Europäische Grüne Hauptstadt Essen“ passt nach Ansicht der kommunalen Ruhrgebiets-Spitzen selbstverständlich auch die IGA 2027.
„In den Planungen und Überlegungen dafür sind wir ganz am Anfang“, unterstreicht Bürgermeister Kravanja. „Aber grundsätzlich wollen wir uns beteiligen.“

Hinsichtlich der gescheiterten Bewerbung um die Landesgartenschau 2020 verwies Kravanja auf die Zusage von Landesumweltminister Johannes Remmel, dass trotzdem Projekte an der Emscher realisiert werden sollen. Dazu will Remmel eigenen Angaben zufolge die Fördertöpfe des Umwelt- und Bauministeriums bündeln.

Kravanja: „Das Gespräch mit den Ministerien soll in den nächsten Wochen stattfinden.“

Hintergrund: Der Kommunalrat

Dem Mitte Dezember 2015 gegründeten Kommunalrat gehören elf Oberbürgermeister und vier Landräte aus dem Ruhrgebiet an. Zum neuen politischen Gremium im Regionalverband Ruhr gehören die Städte Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum, Duisburg, Bottrop, Mülheim, Herne, Essen, Oberhausen, Hagen und Hamm sowie die Kreise Recklinghausen, Unna, Wesel und der Ennepe-Ruhr-Kreis.

Der Kommunalrat soll dem Regionalverband Ruhr als politische Klammer der Metropole Ruhr mehr Gewicht und Bedeutung geben.

Sprecher des Kommunalrates ist Frank Baranowski, Oberbürgermeister von Gelsenkirchen. Sein Vertreter ist Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.
Derzeit ist geplant, dass der Kommunalrat bis zu acht Mal im Jahr tagen soll.
Das Gremium konnte gebildet werden, weil der NRW-Landtag im April 2015 ein neues RVR-Gesetz verabschiedet hat. Darin ist auch die Möglichkeit enthalten, dass Mitgliedsstädte und Mitgliedskreise Aufgaben direkt an den Regionalverband Ruhr übertragen können.

Der Kommunalrat hat auch eine Geschäftsstelle. Diese ist beim RVR beheimatet. Sie bereitet unter anderem die Sitzungen des Kommunalrates vor. Geleitet wird die Geschäftsstelle von RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. Sie nimmt an den Sitzungen des Kommunalrates als beratendes Mitglied teil.
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