Weniger Energieverbrauch: Pilotprojekt in städtischen Gebäuden

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Wie hoch ist der Energieverbrauch in den städtischen Gebäuden? Um Antworten auf diese Frage zu finden und Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten, läuft seit Herbst 2015 ein Pilotprojekt der Stadtwerke in Zusammenarbeit mit Gelsenwasser und der Bochumer Firma Task9.

Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Langensiepen jetzt im Umweltausschuss erläuterte, wurden fünf Gebäude – Rathaus, Erich-Kästner-Schule, Turnhalle der EKS, Willy-Brandt-Gesamtschule und Kindergarten Kinderburg – mit einer sogenannten NICE-Box ausgestattet, die einzelne Verbräuche, wie Beleuchtung, Lüftung und Heizpumpe, aus dem gesamten Stromfluss herausfiltern kann. Zudem könne die Box den Energieverbrauch kommunaler Einrichtungen mit denen anderer Städte vergleichen und Handlungsempfehlungen liefern. „Es ist eine automatisierte Energieberatung“, so Langensiepen.
So hätten erste Ergebnisse ergeben, dass beispielsweise die Turnhalle der EKS im interkommunalen Vergleich sieben Mal mehr Licht verbrauche, während sie bei der Lüftung 60 Prozent und bei der Heizpumpe 40 Prozent unter dem Vergleichswert liege. Die Empfehlung laute nun, auf LED-Technik umzurüsten und einen Bewegungsmelder zu installieren.

Gespräche mit Immobilienmanagement

„Die Box ist eine Chance, nicht einfach irgendwo irgendetwas zu sanieren“, zeigte sich Daniel Molloisch (SPD) von dem bisherigen Ergebnis des Pilotprojekts überzeugt. Die Stadtwerke seien im Gespräch mit dem städtischen Immobilienmanagement, erklärte Langensiepen. „Man hat uns beauftragt, bis zu den Sommerferien ein Angebot zu erstellen, und wir können uns vorstellen, Anfang 2017 weitere Gebäude auszurüsten.“
Die Mitglieder des Umweltausschusses gaben der Verwaltung einstimmig den Auftrag, zu prüfen, inwieweit der Einsatz der NICE-Box auf andere kommunale Liegenschaften ausgeweitet werden kann.
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1 Kommentar
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Roland Nelke aus Castrop-Rauxel | 02.12.2016 | 20:45  
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