Wochenmarkt-Diskussion geht weiter / Koalition schlägt Zwei-Stufen-Modell vor

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Über den Standort des Wochenmarkts in der Altstadt ab dem 1. April diskutierten die Mitglieder des Betriebsausschusses 1 am Mittwoch (1. März). Eine erste Empfehlung für den Rat, der am 9. März zusammenkommt, sprachen sie aber nicht aus.

Darum hatte Nils Bettinger (FDP) im Namen der Ampelkoalition gebeten, da man noch zu keiner gemeinsamen Entscheidung gefunden habe und das Gespräch mit Casconcept am selben Abend abwarten wolle.
Hierüber zeigte sich Meinolf Finke (Linke) irritiert. "Maßgebend ist ja nicht, was Casconcept sagt, sondern was wir hier diskutieren." Er wies auf die gelb markierten Pflasterschäden in der Fußgängerzone hin, für deren Ursache er die Lkw der Markthändler hält. Die Kosten für die Reparatur seien nicht in der Verwaltungsvorlage aufgeführt, kritisierte er.
EUV-Chef Michael Werner räumte ein, dass das Pflaster in die Jahre gekommen sei, erklärte aber auf Bettingers Nachfrage, dass es für den Anlieferungsverkehr der Beschicker geeignet sei.

Finanzielle Auswirkungen

Eine der Fragen, die Ursula Mintrop-Werkle (Grüne) aufwarf, galt dem Aspekt, dass zwar eine Summe von etwa 28.000 Euro veranschlagt sei, um Laternen zu versetzen und eine Stromversorgung zu installieren, die Neukonzeption des Wochenmarkts aber laut Vorlage keine finanziellen Auswirkungen für die Stadt habe. Wie Werner bestätigte, liefen die Märkte jedoch tatsächlich außerhalb des städtischen Haushalts.
Harald Piehl (FWI) bemängelte, dass im Verwaltungsentwurf noch nicht geklärt sei, was mit der Weihnachtsscheune am Lambertusplatz geschehe, und erst bis zur Sommerpause eine Lösung gefunden werden solle.

Zweistufiges Modell der Koalition

Nach dem Austausch mit Casconcept habe sich die Koalition auf ein Modell geeinigt, erklärte Nils Bettinger am Donnerstag (2. März) im Gespräch mit dem Stadtanzeiger. Die sieht in einer ersten Stufe eine Marktfläche im Bereich Münsterstraße, Am Markt und Im Ort sowie auf der Gehwegfläche um den Reiterbrunnen vor, die gleichmäßig bestückt werden soll. "Bei weiterem Bedarf sollen der Boulevard mit der Einschränkung, dass Gastronomie Vorrang hat, und dann gleichberechtigt Simon-Cohen-Platz und eine weitere Fläche am Marktplatz genutzt werden", so Bettinger.
Zudem beinhaltet der Kompromissvorschlag der Koalition eine Evaluierung nach einem Jahr sowie begleitende zweimonatliche Jour-fixe-Termine.
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