Jahresbilanz der Verbraucherzentrale: Thema Telefon und Internet weiterhin vorn

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Vertreter der Verbraucherzentrale sowie Bürgermeisterkandidaten warfen einen Blick zurück auf das Verbraucherjahr 2014.

„Jeder soll Zugang zum Recht bekommen“, sagt Leiterin Susanne Voss über den Anspruch der Verbraucherzentrale. Zusammen mit ihrem Mitarbeiterteam warf sie einen Blick zurück auf das Jahr 2014, in dem 9.608 Menschen in den Räumen an der Mühlengasse Rat suchten. Hinzu kommen 5.412 Kontakte bei zahlreichen Veranstaltungen.

Die Probleme, die die Menschen bei der Verbraucherzentrale Unterstützung suchen ließen, entsprechen denen der Vorjahre. An der Spitze der Themen bei den mehr als 900 Rechtsberatungen oder -vertretungen im vergangenen Jahr steht mit 28 Prozent nach wie vor der Bereich Telefon und Internet. „Leute kamen zu uns, wenn der Anbieterwechsel teurer war als ursprünglich angegeben, oder wenn sie sich beim Wechsel mit einer toten Leitung konfrontiert sahen“, berichtet Voss.
22 Prozent der Rechtsberatungen entfielen auf das Thema Finanzen. Hier gab es viele Fragen zu Entgelten für die Bearbeitung von Darlehen. Vor allem im vierten Quartal seien die Zahlen hoch gegangen, nachdem der Bundesgerichtshof das Urteil gefällt hatte, dass die Entgelte unzulässig seien, so Voss.

Energieberatung

571 Menschen nutzten das Angebot der Energieberatung. Die Verbraucherzentrale selbst bot 2014 als eine von zahlreichen Aktionen eine Schimmelberatung für Mieter an. „Das Schimmelproblem nimmt zu“, sagt Energieberaterin Anke Hormel. „Die Leute drehen die Heizung ab, um zu sparen, lüften aber nicht richtig.“ Während der Aktion habe sie daher mit den Mietern auch das Lüften geübt.
Außerdem startete das Verbraucherteam im vergangenen Jahr das Pilotprojekt Migrantenberatung. „Dort haben wir die Menschen über das Thema Energiesparen informiert“, so Hormel. Denn, wie Voss ergänzt, sei es beispielsweise in südeuropäischen Ländern üblich, eine monatliche Stromabrechnung zu erhalten. Viele rechneten daher nicht damit, hier erst nach elf Monaten eine Abrechnung zu bekommen, und könnten dann die eventuelle Nachforderung nicht bezahlen.
Das Projekt Migrantenberatung soll ebenso weiterlaufen wie das Projekt „Finanzkompetenz bei Inhaftierten der JVA Castrop-Rauxel“, das von der Solidarfonds-Stiftung NRW unterstützt wird. „Wir haben gerade die Zusage für die Weiterführung bekommen“, verkündet Voss.
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