Kleiner Lebensretter: Rauchmelder verhindern das Schlimmste

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Alexander Gröne von der Feuerwehr Castrop-Rauxel mit einem Modell, anhand dessen Kindern die Wichtigkeit von Brandschutz erklärt wird. Das Haus besitzt einen echten Rauchmelder. Foto: Thiele

Vor einem Brand und seinen tödlichen Folgen kann man sich schützen. Ein Rauchmelder verhindert kein Feuer, kann aber Leben retten.

„Wir hatten letztes Jahr circa 1.000 Einsätze, das sind im Schnitt drei am Tag“, erläutert Alexander Gröne, Einsatzleiter der Feuerwehr Castrop-Rauxel und zuständig für vorbeugenden Brandschutz. Die Zahl der Brandeinsätze ist vergleichsweise gering; Gröne schätzt, dass es jährlich rund 30 sind.

Und sie werden tatsächlich weniger. Im vergangenen Jahr ergab eine Statistik des nordrhein-westfälischen Innenministeriums, dass die Feuerwehren landesweit zu 37.104 Brandeinsätze gerufen wurden gegenüber 40.213 im Jahr davor.

Trotzdem ist dieser Rückgang kein Grund dafür, die Hände in den Schoß zu legen. Feuer ist gefährlich. Und im Alltag gibt es vor allem zwei Ursachen für einen Brand. „In der Wohnung ist es meistens Essen, dass auf dem Herd vergessen worden ist“, erzählt Gröne. „Und Elektrogeräte, zum Beispiel wenn man zu viele Verlängerungskabel hintereinander geschaltet hat.“

Wenn es brennt, muss schnell gehandelt werden. „Entweder man schafft es, zum Beispiel durch Ersticken, den Ursprungsbrand selber zu löschen“, erzählt Gröne. „Oder was die Arbeit der Feuerwehr erleichtert, ist, wenn man bei einem Brand alle Türen und Fenster schließt, die Feuerwehr ruft und geschlossen das Haus verlässt.“

Die meisten Menschen werden allerdings im Schlaf von einem Feuer überrascht – falls sie das Feuer überhaupt mitbekommen. Dabei kann ein Rauchmelder Leben retten. „Es gibt definitiv Einsätze“, sagt Gröne, „bei denen man weiß, der Betroffene ist nachts um 3 Uhr von einem Rauchmelder geweckt worden und nicht im Bett erstickt.“ Denn das ist meistens die Todesursache: nicht das Feuer selbst, sondern dass die Leute wegen des giftigen Rauches ersticken.

In fast allen Bundesländern herrscht Rauchmelderpflicht, in Nordrhein-Westfalen seit dem 1. April 2013. Jedes Schlafzimmer, jedes Kinderzimmer und jeder Flur, der als Rettungsweg zum Verlassen von Wohnräumen dienen kann, benötigt einen Rauchmelder.

Verantwortlich für den Kauf und den Einbau des Rauchmelders ist der Vermieter, für Wartung und Austausch der Mieter.SR
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