Wenig Kraft, große Wirkung

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Der Castrop-Rauxeler Kampfkunstlehrer Dirk Geisler mit Kindern der Wilhelmschule beim Selbstbehauptungskurs. Foto: Thiele

Von Karate oder Judo hat wahrscheinlich jeder schonmal gehört. Doch was ist Yi Quan? Der Castrop-Rauxeler Kampfkunstlehrer Dirk Geisler übt den Sport aus – und lehrt Yi Quan zur Selbstverteidigung auch an Schulen.

Erinnern Sie sich noch an Quentin Tarantinos „Kill Bill“? So gut der Film auch inszeniert ist und mit seiner Kampfkunstästhetik zu begeistern weiß, mit der Realität hat er wenig zu tun.

„Man muss nicht besonders gelenkig sein, um Yi Quan zu lernen“, sagt Dirk Geisler. Und: „In kurzer Zeit kann man lernen, sich zu verteidigen.“

Geisler beschreibt Yi Quan als „Kung-Fu-Stil ohne feste Regeln. Yi Quan eignet sich deshalb gut für Selbstverteidigung, weil man keine Kraft haben muss. Es besteht auf Nachgeben.“ Geisler vergleicht diese Kunst der Selbstverteidigung, die auch Sondereinsatzkommandos der Polizei trainieren, mit einem Baum, dessen Äste bei starkem Unwetter dem Wind standhalten, weil sie flexibel sind. „Man nimmt die Federspannung mit.“

Früher hat Geisler als Personenschützer gearbeitet und dabei Prominente wie die Backstreet Boys, Kai Pflaume oder Thomas Gottschalk bewacht. Heute trägt er seinen Sport in Schulen. „Die Schüler brauchen heutzutage ein Ventil“, sagt Geisler. Der Alltag der Kinder sei durch Spielkonsolen geprägt; vielen fehle es an Bewegung.

Kürzlich besuchte Geisler die Wilhelmschule in Dorf Rauxel und vermittelte den Kindern Yi Quan. Durch diesen Sport sollen die Kinder nicht nur Selbstverteidigung, sondern vor allem Selbstbehauptung lernen. „Ich habe schon mit einigen Schulen zusammengearbeitet“, erzählt Geisler, der in Castrop-Rauxel eine eigene Kampfkunstschule betreibt. Ein bis zwei Schulen besucht er im Jahr, um dort unentgeltlich Yi Quan zu vermitteln.
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