BVB-Schock: Götze geht zu den Bayern / "Es ist immer das Gleiche!"

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Noch ist Mario Götze für den BVB am Ball. Foto: Schütze

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. BVB-Juwel Mario Götze wird Dortmund in diesem Sommer Richtung München verlassen. „Das darf doch wohl nicht wahr sein“, dachte Gerhard Allert, 1. Vorsitzender des BVB-Fanclubs Castrop-Rauxel, als er heute früh (23. April) vom angeblichen Transfer-Coup der Bayern hörte. Am Vormittag folgte dann die offizielle Bestätigung seitens des BVB.

„Es ist immer das Gleiche mit den Bayern: Wenn ihnen eine Mannschaft gefährlich wird, können sie das nicht ertragen und schlagen zu“, sagt der 62-Jährige. Der Zeitpunkt hätte ungünstiger nicht sein können. Morgen (24. April) steigt der Champions-League-Halbfinal-Kracher gegen Real Madrid. Auch Gerhard Allert wird im Stadion sein. „Ich weiß nicht, wie die Stimmung sein wird. Ich hoffe, dass sich alle voll reinhängen und der BVB gewinnt.“

Dass der Götze-Transfer just in dem Moment bekannt wird, als das „Steuer-Theater“ um Uli Hoeneß in vollem Gange ist, hält Allert für keinen Zufall. „Die Bayern wollen die Schärfe aus ihrem Bereich herausnehmen und von Uli Hoeneß ablenken“, vermutet er.

Menschlich gesehen kann er Götzes Wechsel nicht nachvollziehen. „In Dortmund hat er alles gehabt. Er hat immer betont, wie wohl er sich hier fühlt. Und dann unterschreibt er in München. Das passt nicht zusammen.“
Wenn Verträge wie im Götze-Fall mit derartigen Ausstiegsklauseln ausgestattet seien, dürfe man sich jedoch nicht wundern, „wenn dann Vereine kommen, die die verlangte Summe zahlen können.“ Dazu kämen die Berater, die „den Spielern einen Wechsel schmackhaft machen, weil sie daran verdienen.“

Sportlich gesehen sei der Götze-Abgang zweifelsohne ein großer Verlust. „Aber man hat schon bei Sahin gesagt, er sei nicht zu ersetzen. Und dann kam Gündogan“, erinnert Allert. „Dass ein Spieler den Verein verlässt, kann man nicht verhindern. Die Gladbacher waren auch nicht begeistert, als wir Reus geholt haben“, meint Allert. „Was mich ärgert, ist die Art und Weise, wie München vorgeht.“
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Ralf Ewers aus Castrop-Rauxel | 23.04.2013 | 15:49  
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