Sportpauschale kommt

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In der vorletzten Ratssitzung zeigten junge und ältere Vereinsmitglieder mit einem "stillen Protest", was sie von der Sportstätten-Gebühr halten.

Jetzt ist es amtlich: Die Sportpauschale ist beschlossen.

Bei drei Gegenstimmen (FWI und Die Linke) entschied die Mehrheit der Ratsmitglieder in der Sitzung am Donnerstag (6. Dezember), dass ab Januar ein Nutzungsentgelt für Sportstätten erhoben wird.

„Das ist eine schwere Belastung für die Vereine. Und für den städtischen Haushalt sind die 150.000 Euro, die die Vereine zur Schuldentilgung der Stadt aufbringen müssen, nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein“, kritisierte Hermann-Josef Bohle (FWI).

Unbestritten stelle die Sportpauschale für alle Vereine „eine große Herausforderung“ dar, erklärte SPD-Chef Daniel Molloisch, betonte jedoch, dass man im Konsens mit dem Stadtsportverband (SSV) eine tragbare Lösung gefunden habe. Sollte die Abgabe umsatzsteuerpflichtig sein (Stadtanzeiger berichtete am 5. Dezember), „würden wir nicht 19 Prozent Mehrwertsteuer bei den Vereinen draufhauen. Wir würden versuchen müssen, es mit Einsparungen im städtischen Haushalt zu kompensieren.“ Aber noch ist dies Zukunftsmusik.

„Unsere Sporthallen sind zum größten Teil in einem Top-Zustand. Sieben Kunstrasenplätze hat keine andere Stadt in der Region und auch bei den Bädern haben wir erhebliche Anstrengungen unternommen, damit sie in einen guten Zustand kommen“, sagte Bürgermeister Johannes Beisenherz. Alle müssten sich daran beteiligen, damit dies auch erhalten bleiben könne. Beim SSV sei das – im Gegensatz zu anderen – auch angekommen.

Zehn Jahre lang, so der Tenor der Ratsmehrheit, soll die Sportpauschale unverändert bleiben. „Eine Beruhigungspille ohne praktischen Wert“, meinte Bohle.

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