„Stadt Castrop-Rauxel stiehlt sich aus sozialer Verantwortung“

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Email: volkergrothaus@yahoo.de Castrop-Rauxel,25.11.2014


Leserbrief

„Stadt Castrop-Rauxel stiehlt sich aus sozialer Verantwortung“

Der FC Frohlinde 1949 e. V. wird durch die Verantwortlichen der Stadt Castrop-Rauxel
„im Regen stehen gelassen!“
Der Verein, bei dem sich immerhin knapp über 600 Mitglieder, davon ca. 350 Kinder und Jugendliche in den Bereichen Fußball und Turnabteilung heimisch fühlen, hat bereits 2008 innerhalb der Stadt Castrop-Rauxel für Furore gesorgt, in dem er in Eigenregie eine Kunstrasen – Sportanlage erstellt hat, die seines Gleichen sucht.
Dabei war damals auch eine finanzielle Unterstützung der Stadt Castrop-Rauxel, die bis dahin Eigentümer des Sportplatzes an der Brandheide war, hilfreich. Durch verschiedenste Aktionen hat der Verein mehr als 250.000€ akquiriert, ohne die die Bausumme von insgesamt knapp 430.000€ nicht realisierbar gewesen wäre.
Seinerzeit wurde der FC Frohlinde für sein soziales Engagement selbst über die Stadtgrenze hinaus, auch durch die Verantwortlichen der Stadt Castrop-Rauxel, in höchsten Tönen gelobt.
Das Clubhaus, noch immer im Besitz der Stadt, weist nun einen seit Jahren nicht mehr bedienten Sanierungsstau auf, der bis an die Gesundheitsgefährdung der Benutzer reicht.
Da seitens des Besitzers keine Anstalten zur Abänderung dieser immensen Missstände getroffen wurden, ist der Verein dementsprechend an die Stadt herangetreten mit der Bitte und dem Antrag, das Vereinsheim auf eigene Kosten um- und auszubauen. Marode Umkleiden und Sanitäreinrichtungen sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Um dazu auch weiterhin die Konzession der sich im Clubhaus befindlichen Gastronomie zu erhalten, wurde dem Verein von der Stadt auferlegt, einen Parkplatz zu errichten, den der FC Frohlinde dann auch aus Eigenmitteln erstellen ließ. Nachdem diese Grundvoraussetzung seitens des Vereins erfüllt wurde, stellte die Stadt Castrop-Rauxel, Besitzer der Immobilie Clubhaus, vertreten durch das Immobilienmanagement, einen Zuschuss, der sich nach Begehung und Feststellung nachweislich notwendiger Sanierungen in einer Größenordnung von mehr als 100.000€ bewegen könnte, in Aussicht.
Aufgrund dieser Tatsache, beauftragte der Verein auf seine Kosten einen Architekten, der gegen Gebühr Pläne zur Umsetzung dieses Bauvorhabens erstellte. Durch das Entgegenkommen von ortsansässigen Firmen, die als Sponsoren dem Verein gegenüber wohlgesonnen sind und dessen soziales Engagement fördern wollen, konnte die ursprüngliche Bausumme von ca. 450.000€ signifikant gesenkt werden.
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Und jetzt?????
Mit einem Schreiben des technischen Beigeordneten wird die Ankündigung der Stadt, Geld für nachweislich notwendige Sanierungen beizusteuern, ad absurdum geführt. Ich zitiere:

„Zu meinem Bedauern muss ich Ihnen leider mitteilen, dass im Haushaltsplanentwurf der Stadt Castrop-Rauxel keine Mittel für den Umbau des Clubhauses des FC Frohlinde vorgesehen sind.
Durch das Immobilienmanagement ist eine Mittelanforderung für die Sanierung der Umkleiden als Zuschuss für den Haushalt 2015 zwar vorgesehen, eine konkrete Veranschlagung 2015 kann aufgrund der Haushaltslage aber nur für unabweisbare Maßnahmen möglich werden.
Die Sanierung ist aus fachlicher Hinsicht notwendig, kann aber nicht als unabweisbar und damit zwingend erforderlich eingestuft werden,
Zum jetzigen Zeitpunkt kann keine Aussage erfolgen, ob in zukünftigen Jahren eine Finanzierung möglich ist“.

Das schreit zum Himmel! Der Verein und seine Mitglieder schaffen Grundvoraussetzungen zur Erteilung einer Baugenehmigung und werden dann sträflich allein gelassen! Wie soll der Verein Solidarität und Integration vorleben, wenn man mittels Federstrich seiner existenziellen Möglichkeiten beraubt wird.
Solidarität und Integration werden mit Füßen getreten, ist das sozialdemokratisch?
Alle Verantwortlichen der Stadt müssen sich hinterfragen, ob sie so mit mündigen Bürgerinnen und Bürgern und Wählern umgehen können. Es zeigt sich wieder und wieder, dass ehrenamtliche Tätigkeiten durch „marode Haushalte“ ins Hintertreffen geraten.
Hier muss zwingend Abhilfe geschaffen werden.

Dem FC Frohlinde würde jetzt vorab auch ein Teilbetrag als Zuschuss sehr helfen.
Der Verein ist sicherlich gerne bereit, um eine für beide Seiten verträgliche Lösung zu finden, dahin gehend weitere Gespräche zu führen.

Volker Grothaus
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