Hochbeete und Sonnenuhr: Seniorengarten soll bis Jahresende in Habinghorst entstehen

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Vertreter von Stadt, Stadtteilbüro, Landschaftsarchitekturbüro Teschner sowie Deimel Garten- und Landschaftsbau beim Spatenstich für den Seniorengarten.

Jetzt sind die Senioren dran! Nachdem in Habinghorst für die jüngere Generation bereits der Skatepark und der Spielort an der Oskar-/Kampstraße im Rahmen der Sozialen Stadt Habinghorst entstanden, folgte nun an der Kampstraße 35-37 der Spatenstich für den Seniorengarten.

Im Rücken der beiden Wohnhäuser soll auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern ein Garten entstehen, der vorrangig auf Senioren ausgerichtet ist. Bis zum Jahresende wird die Firma Deimel Garten- und Landschaftsbau aus Waltrop das Areal anlegen. Vogeltränke und -futterhaus, eine Pergola, Wiesenflächen, eine Boulebahn, Sitzgelegenheiten sowie eine Sonnenuhr gehören zur geplanten Ausstattung.
Ab 2017 sind die Senioren gefragt, die schon in drei Workshops Einfluss auf den Entwurf des Gartens nehmen konnten. Doch wenn er erst fertig ist, sollen sie auch Hand anlegen, zum Beispiel bei den Hochbeeten, die es in einer Höhe von 85 Zentimetern sowie für Rollstuhlfahrer auch in einer Höhe von 45 Zentimetern geben wird. „Darin kann jeder, der möchte, werkeln“, erläutert Landschaftsarchitekt Rolf Teschner vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro aus Dülmen, das den Entwurf geliefert hat. Auch zwei Reihen mit Obstbäumen sind vorgesehen, die kultiviert und abgeerntet werden können.

Flächen aufteilen

Wer sich um welches Fleckchen Erde kümmert, soll abgestimmt werden. „Wir werden uns mit den Interessenten zusammensetzen und die Flächen aufteilen“, so Bernhard Lammers vom Bereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Damit die Hobbygärtner aktiv werden können, wird eine Schwengelpumpe, um Gießwasser zu holen, installiert, und auch ein Gerätehaus ist vorgesehen.
Die Pflege der größeren Wiesenflächen wird der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen übernehmen, obwohl dort bekanntermaßen Personal- und Finanznot herrscht. „Deswegen haben wir die Flächen so geplant, dass sie relativ einfach zugänglich sind“, sagt Bürgermeister Rajko Kravanja. „Um die pflegeintensiven Sachen kümmern sich die Senioren.“

Senioren verwalten Schlüssel

Inklusive eines Zauns, der den Garten begrenzen wird, betragen die Kosten für das Projekt 110.000 Euro, wobei 80 Prozent der Summe aus Fördermitteln stammen. Die Grünanlage wird von der Kampstraße aus durch zwei Tore begehbar sein. Für das tägliche Auf- und Zusperren sind die Senioren selbst zuständig.
Der Seniorengarten ist das vorletzte Projekt, das durch die Soziale Stadt Habinghorst umgesetzt wird. Als letztes steht der Schulhof der Erich-Kästner-Grundschule an, der im kommenden Jahr einige neue Spielgeräte und auch eine Boulderwand erhalten soll.
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