Stummfilm mit Live-Musik: Am 29. Oktober zeigt der LWL den Film "Metropolis"

Anzeige
"Trioglyzerin" vertonen den Filmklassiker "Metropolis" live im Schiffshebewerk. Foto: PR

Die Stummfilme der 1920er Jahre waren ein musikalisches Live-Erlebnis. Durch den Siegeszug des Tonfilms ist diese Kinoatmosphäre in Vergessenheit geraten. Die Musiker von "Trioglyzerin" lassen diese Zeiten in der Maschinenhalle des LWL-Industriemuseums wieder aufleben. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert am Samstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr den Filmklassiker "Metropolis", der während der Vorführung live vertont wird.



Der Dreh von "Metropolis" führte die UFA 1926 an den Rand des Ruins. Es war der teuerste und aufwändigste Film der Stummfilmära. Mit hohem technischen Aufwand wurden alle Mittel des Expressionismus eingesetzt, um dem Film seine überragende optische und atmosphärische Wirkung zu verleihen: Hohe, scharfe Häuserburgen im New Yorker Stil, strenge technische Abläufe in pulsierendem Rhythmus und starke Licht- und Schatteneffekte. Der Film gilt heute als Klassiker der Kinogeschichte und wurde 2001 in das Weltdokumentenerbe der UNESO aufgenommen.

Tobias Becker (Oboe), Kristoff Becker (Cello) und Ulrich van der Schoor (Klavier) machen die Kinoatmosphäre von damals nicht nur wieder erlebbar, sondern haben durch die Verwendung moderner Klangmittel eine ganz eigene Stilistik entwickelt. Klavier, Violoncello und Oboe stellen den Bezug zur Tradition her. Zusätzlich kommen elektronische Klangerzeuger zum Einsatz, um durch Geräusch- und Toncollagen eine größere Soundvielfalt zu erreichen. Die Komposition spielt bei der Vertonung eine ebenso wichtige Rolle wie die Improvisation, die der Unmittelbarkeit der Live-Begegnung Nachdruck verleiht.
Der Eintritt kostet 15 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 02363/97070.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.