Weihnachtsherzen-Rezension

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Weihnachtsherzen – klingt so viel versprechend – hatte mir das Buch auch darum ausgesucht.

Hatte nicht gedacht, dass es so schwer werden wird, den roten Faden zu finden, der die 10 Geschichten der verschiedenen Autoren verbindet.
Ich war überrascht, wie unterschiedlich die einzelnen Erzählungen waren. Doch Alle auf ihre Art lesenswert.

Die Erzählung von Morgan Callan Rogers über Divider Island.

Die junge Zoe ist mit ihrem Leben nicht zu frieden, es läuft einfach nicht so wie sie es gerne der Familie erzählen würde. Darum fährt sie Weihnachten nicht nach Hause sonder versucht an das Sommergefühl, dass sie an der Küste von Main mit ihren Cousinen erlebt hatte, anzuknüpfen. Matthew, dem sie im Sommer ihre Telefonnummer gegeben hatte, kann sich nicht mehr an sie erinnern. Schade! Sie nimmt von ihrem Martini die Vanilleschote und macht sich auf den Weg zu ihrer Ferienwohnung. Hier begegnet sie Liam. Sie hat Angst vor ihm aber gleichzeitig fühlt sie sich zu ihm hingezogen. In der gleichen Nacht besucht sie mit ihm eine Insel vor der Küste um die Weihnachtsglocken zu hören. Hier spricht sie sich ihren Kummer von der Seele bis hin zu der Fehlgeburt, die sie erlebte ohne von der Schwangerschaft etwas bemerkt zu haben. Liam tröstet sie und beim Glockengeläute vergisst sie ihre Ängste und Probleme. Am Morgen packt sie ihre Koffer und fährt zu der Familie, sie wird Liam nie mehr wieder sehen.
Als sich herausstellt, dass die Nacht nicht ohne Folgen geblieben ist, akzeptiert sie es und bekommt eine Tochter. Der Spruch von Liam begleitet sie – es ist Zeit etwas Neues zu finden, womit man Schiffbruch erleiden kann. Später findet sie bei einem anderen Mann ihr Glück.
Heiligabend nimmt sie sich die Zeit, geht nach draußen, richt an der Vanilleschote und hört den Glocken zu.

Bei der Schneekugel von Lauren Willig haben sich am Heiligabend Mary und Peter gefunden und würden gerne das Heute in einer Schneekugel einfrieren.
Durch ein Unglück verliert sie einen Teil der Familie und muss auch ihr Haus, Ingleby, aufgeben. Die rutscht unbewusst in ein Leben, mit Freunden, die oberflächlich sind und nur für ihr Vergnügen leben. Peter kann sie nicht rausholen, erst ein Jahr später, am Heiligabend, als sie von einer, der üblichen Partys kommt und auf ihrer Fußmatte eine Schachtel findet, löst sich der Knoten. Unter einer Glaskuppel sieht sie Ingleby und davor ein Paar. Wenn sie sich beeilt dann kann sie ihr Glück noch retten und Peter zurück gewinnen.

Nina George schreibt über die Träume eines Buchhändlers, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommen hat und lieber in seinen Büchern leben würde.
Doch Weihnachten können Träume war werden und als er das Glasmesser findet fängt sein Albtraum an. Am Ende ist er froh, dass er ins richtige Leben zurück findet. Man sollte nicht alle Wünsche erfüllt bekommen denn das Leben ist auch so aufregend genug.

Jane Corry bringt die Vergangenheit der Jana, die auf einem Segelschiff, der Baltic Quen, unterwegs Schiffbruch erleidet in die Gegenwart. Die Galionsfigur vom Segelschiff hatte ihr ungeliebter Mann nach ihrem Model herstellten lassen und steht nun im Museum auf Tresco. Als Bettina beruflich auf Tresco ankommt wird sie unbewusst mit der Vergangenheit in Verbindung treten – eine neue Entscheidung führt Bettina auf den richtigen Weg.

Beim Küchenzauber von Emma Sternberg muss man schon an übersinnliches glauben um die Geschichte zu verstehen. Wieso kann eine Katze Georg über den Tot von Leni hinweg helfen? Es spielen auf jeden Fall Gewürze und eine geschmacklose Gulaschsuppe mit. Möchte nicht mehr verraten wegen dem Lesespaß.

Morgen kommt kein Weihnachtsmann von Tessa Hennig ist eine verrückte Geschichte, die natürlich auch um Weihnachten spielt. Statt im Luxushotel in St. Moritz muss die Familie in einer Hütte, die Onkel Herbert gehört, die Feiertage verbringen. Ohne Fernseher und Internett. Zum Glück hatte die schlaue Tochter vorsorglich Brettspiele mitgebracht und Onkel Herbert hatte wohl für seinen Skiurlaub mit Lebensmitteln vorgesorgt.
Es ist auf jeden Fall eine Geschichte zum nachdenken.

Die Sturmnacht von Gabriella Engelmann stimmt nachdenklich ob es sich lohnt in eine bestehende Beziehung einzubrechen. Katjas Weg führt kurz vor Weihnachten auf die Hallig Oland. Ihr Chef, mit dem sie ein Verhältnis hat schickte sie wegen einer Reportage zur Insel.
Ein Sturm am Heiligabend und eine SMS von ihrem Chef, das seine Frau schwanger ist und er sich nicht trennen kann, zwingt Katja zu einer Entscheidung. Auf der Hallig trifft sie eine Entscheidung fürs Leben.
Ciara Geraghty hat die besten Wünsche für Anna, die von ihrem Ehemann enttäuscht wurde. Bei dieser Geschichte muss man schon an übersinnliches glauben um Anna zu verstehen. Sicher hätte ich anders entschieden.

Bei der Erzählung von Juliet Ashton, ein gutes Mädchen, geht es um Serena, die Scheidung ihrer Eltern prägt ihr Verhalten. Sie möchte, wenn sie groß ist, einen Mann wie Ken. Lieb, schön und dunkelhaarig. Doch dann kommt Alles anders. Lasst euch überraschen.
Das Fest der Liebe von Sofie Cramer stimmt nachdenklich. Almut lebt alleine in der Wohnung und denkt, dass die Familie am Heiligabend zusammen kommt. Doch nur in ihrer Fantasie. Bitte lesen.
Die Raststätte "Heilig Abend" von Janne Mommsen läst bis zum Schluß alle Fragen offen. Die beiden Kriminaler erleben eine Überraschung.

Fazit: Ein Buch mit Höhen und Tiefen, teilweise real und fantasievoll geschrieben
3
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1 Kommentar
1.019
Gertrud Gottschalk aus Datteln | 31.12.2014 | 10:42  
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