15 ehemalige Horneburger i-Dötzchen sehen sich nach 50 Jahren wieder

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Bei ihrem Klassentreffen stellten die Horneburger i-Dötze von 1963 ihr Einschulungsfoto nach. Mit von der Partie waren die ehemalige Klassenlehrerin Elenor Quinkenstein (vorne rechts) und ihre Kollegin Elisabeth Sträterhoff (vorne links). Foto: Brauckmann
Es war nach den Osterferien 1963. Insgesamt 21 i-Dötze klammern sich an ihre Schultüten und schauen bei ihrer Einschulung auf der Treppe der Horneburger Schule gebannt ins Objektiv des Fotografen. Die Szene wiederholte sich jetzt noch einmal. Für ihr Klassentreffen „50 Jahre Einschulung“ formierten sich 15 der damaligen Erstklässler in gleicher Anordnung an gleicher Stelle zum Gruppenfoto. Allerdings waren die „Fotomodelle“ größer und älter, die Schultüten fielen dagegen deutlich kleiner aus.

Die Idee zum Wiedersehen nach fünf Jahrzehnten hatte Wolfgang Wujciak. Herbert Bergfort, Wilhelm Müschenborn und Johannes Schwalvenberg fanden seinen Vorschlag gut und komplettierten das Organisationsteam. Gemeinsam recherchierten sie Adressen und stellten ein Programm auf die Beine. Ihrer Einladung folgten auch Klassenlehrerin Elenor Quinkenstein und deren Kollegin Elisabeth Sträterhoff. Als Fräulein Brosthaus und Fräulein Schwenken hatten die beiden als junge Pädagoginnen ihren Berufsstart an der Volksschule des Schlossdorfes.

Acht der i-Dötze blieben bis heute im Dorf, fünf wohnen noch in Städten des Kreises Recklinghausen. Die übrigen leben im Rheinland, im Münsterland, in der Eifel und in Franken. Die weiteste Anreise unter den Teilnehmern des Wiedersehens hatte Gabi Völker-Rudolphi, die heute in Bremerhaven zu Hause ist.

Beim gemütlichen Beisammensein in der Gaststätte „Alt Horneburg“ rief eine Präsentation Erinnerungen ans Schulleben und an das Kollegium der Horneburger Schule wach. Ein Rundgang durchs Dorf führte die Gruppe entlang der Tafeln des Historischen Pfades, Besuche der Kirche St. Maria Magdalena und der Schlosskapelle eingeschlossen. Die Katholiken unter den Ex-Schülern waren die letzten Horneburger, die in der Schlosskapelle die Erstkommunion empfangen haben. Ihre Goldkommunion werden sie 2015 in der neuen Kirche St. Maria Magdalena begehen. Übrigens zusammen mit ihren wenigen evangelischen Klassenkameraden. Denn denen hat das Klassentreffen so gut gefallen, dass sie spontan ankündigten, auch zur Goldkommunion zu erscheinen.

Beim Betreten der ehemaligen Klassenräume nach dem Fototermin äußerten alle ihr Bedauern darüber, dass die Schule 2009 geschlossen worden war. Gleichzeitig begrüßten die Ehemaligen aber unisono, dass mit der Nutzung durch das Förderschulinternat Schloss Horneburg wieder Leben in das Gebäude eingezogen ist.
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