Lebensfreunde feiern fünf Jahre Kinderpalliativzentrum Datteln

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„Mein Herz ist hier geblieben. Wenn wir auf der Station sind, ist es immer wie nach Hause kommen“, erzählt Sandra Swartjes, die Mutter des kleinen Younes, der bereits vor vier Jahren auf der Station Lichtblicke des Kinderpalliativzentrums verstorben ist. Gemeinsam mit Claudia Flerlage, Mutter der kleinen Emma, sprach sie beim Fest zum fünfjährigen Bestehen des Dattelner Kinderpalliativ­zentrums über ihre persönlichen Erfahrungen.

„Zeit für die Patienten zu haben“, sei eine wesentliche Besonderheit der Station. „Das Kinderpalliativzentrum hat auch mich in seinen Bann gezogen. Ich freue mich auf einen ereignisreichen und erfahrungsreichen Tag“, sagte Inka Bause, die die Veranstaltung im Garten der Vestischen Kinder- und Jugendklinik moderierte. Die Berlinerin, die viele Menschen aus der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ kennen, ist regelmäßig zu Besuch und setzte sich von Anfang an für die Interessen des Kinderpalliativzentrums ein.

Spüren, wie die Töne der Klangschale durch den Körper ziehen oder wie sich die weiche Knetmasse beim Modellieren in den Händen anfühlt: Verschiedene therapeutische Angebote schulen die Wahrnehmung und sprechen die Sinne an - gerade für Kinder mit Behinderung sind das ganz besondere Erlebnisse. An diesem Nachmittag konnten alle Besucher die Arbeit und die Angebote des Lichtblicke-Teams kennenlernen. Kinder tollten mit den beiden Therapiehunden Gustav und Hugo herum, schufen schöne Bilder in der Kunsttherapie und durchliefen den Sinnes-Parcours.

Diese wichtige psychosoziale Versorgung wird ausschließlich aus Spendengeldern finanziert. Der Leiter des Kinderpalliativzentrums, Professor Boris Zernikow, sagte bei der Begrüßung: „In den letzten fünf Jahren konnten wir einen Freundeskreis aufbauen, der den Familien hier die bestmögliche Versorgung ermöglicht. Das erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.“ Damit diese auch in den nächsten Jahren gesichert ist, sucht der Freundeskreis neue „Lebensfreunde“ - Menschen, die die Arbeit im Kinderpalliativzentrum mit einem festen Jahresbetrag von 50 Euro unterstützen. Firmen und Vereine werden mit 250 Euro pro Jahr aktive Lebensfreunde.

Bei Sonnenschein und viel guter Laune stellte Inka Bause die Gewinner des Malwettbewerbs „Was ist dein Lichtblick, wenn du krank bist“ vor. 13 Grundschulen aus dem Umkreis hatten mit ihren zweiten Klassen an der Aktion teilgenommen. Das Bühnenprogramm, bestehend aus dem Chor I Dolci des Willy-Brandt-Gymnasiums aus Oer-Erkenschwick, dem Clown Toppolino aus Münster sowie der Sopranistin Stefanie Rodriguez vom Aalto-Theater in Essen sorgte für eine lockere Atmosphäre. Heiße Waffeln und frische Grillwürstchen schmeckten großen und kleinen Besuchern.
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