Marler Autor und Schauspieler Bernd Nowicki liest am 21. Juni im Dattelner Literatur-Café

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Bernd Nowicki hat den Schalk im Nacken. Am kommenden Mittwoch liest der Marler im Dattelner Bücherwurm. Foto: Petra Pospiech

„Vorsicht beim Umblättern!“, „Grinsen Sie nicht!“ Diese Warnungen prangen als Titel auf zwei Büchern von Bernd Nowicki. Doch keine Sorge, wenn der Marler Autor am Mittwoch, 21. Juni, um 17 Uhr ins Literatur-Café nach Datteln zur Lesung lädt, wird dies alles andere als eine humorlose Veranstaltung.

Im Gegenteil, viele Kulturfreunde, denen Bernd Nowicki auch als facettenreicher Schauspieler des Marler Senioren-Theaters bekannt ist, wissen seinen hintergründigen Humor und seine Wandlungsfähigkeit sehr zu schätzen. Kaum zu glauben, dass dieser kreative Mensch, hauptberuflich als Jurist, genauer gesagt als Wirtschafts-Jurist bis zum Pensionsalter gearbeitet hat. „Ja“, seufzt der Künstler, „mit der Juristerei habe ich meine Brötchen verdient. Das war auch gut so. Aber mein Herz galt immer dem Schauspiel und der Schriftstellerei.“ Das weiß auch seine Familie. Zum 50. Geburtstag beschenkt ihn sein Sohn Stefan und Freund Daniel mit der Aufführung des selbst initiierten Theaterstücks „Totaler Stress“ und mit einer Einladung zu einem Casting für die Statisterie am Schauspielhaus Bochum. „Daran habe ich auch teilgenommen“, erinnert sich der heute 72-Jährige gern, "und 1995 eine winzige Rolle in einer Revue bekommen“.

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Nachdem er einmal Bühnenluft geschnuppert hatte, gibt es kein Halten mehr. „Mein Leben lang habe ich gekränkelt, wollte immer künstlerisch tätig sein“, sagt Bernd Nowicki rückblickend. Er nimmt 2004 privaten Schauspielunterricht bei zwei Schauspielern und reagiert auf die Anzeige des Marler Seniorentheaters „Theater Dionysos“, das dringend Verstärkung sucht. Acht Jahre lang feiert Bernd Nowicki genreübergreifend zusammen mit seinen Schauspielerkollegen große Erfolge bei Premieren in Marl, Herten, Essen und Dortmund.
Seine Stärke liegt in den nachdenklichen Stücken. Hauptrollen, zum Beispiel wie der Klassiker „Karl Mohr“ aus den „Räubern“ in Originalsprache von Schiller scheinen ihm auf dem Leib zugeschnitten. „Klassiker, Sprechtheater, das ist meine Welt. Zu gern habe ich den Herrn Biedermann gespielt“, schwärmt der Marler. Doch nicht nur das Theater fasziniert Bernd Nowicki. Er sagt: „Über den Wunsch Schauspieler zu werden, bin ich dann auch zum Schreiben gekommen. Doch dabei liegt mir eher daran, Lustiges zu schreiben, gerne auch politische Satiren.“ Die Ideen zu seinen Büchern bekommt der Autor häufig bei seinen Besuchen in Straßencafes, zum Beispiel in Westerland, auf. 2006 erscheint sein Erstlingswerk „Den Rest machen wir selber“, das schon lange vergriffen ist.
2009 folgen die Bücher „Hat unsereiner das nötig?“, 2011 „Vorsicht beim Umblättern!“ und 2015 „Grinsen Sie nicht!“ Darin stellt er so weltbewegende Fragen, wie: „Wer ist Ecki Makrelsen und weswegen will er Schluss machen?“ „Macht Lebertran schwerhörig“ oder „Was geschah auf Tantes Käthes Beerdigung?“ Wer Antworten darauf sucht, sollte die Lesung am 21. Juni um 17 Uhr im Literatur Café im Bücherwurm in Datteln, Castroper Straße 33, nicht verpassen.
Wem das nicht genügt, der kann Bernd Nowicki auch gern zu Auftritten bei Jubiläen oder offiziellen Anlässen buchen, er ist unter der Mobilnummer 0171/ 1751899 erreichbar.
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