Aktion „Gesundes Pausenbrot“ macht Gustav-Adolf-Schüler fit für den Unterricht

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„Ein voller Bauch studiert nicht gern“, lautet ein altes Sprichwort. Heute weiß man jedoch, mit leerem Magen lässt die Konzentration schnell nach. Trotzdem verlassen viele Kinder ohne Frühstück ihr Zuhause. Andere essen lieber süße Snacks anstatt eines gesunden Pausenbrotes. Ihnen fehlen dadurch viele Nährstoffe, die sie benötigen, um fit und konzentriert zu sein.

Die Gustav-Adolf-Schule in Datteln setzt sich für dieses wichtige Thema ein und nahm daher an der Aktion „Gesundes Pausenbrot“ eines bekannten Markenbutter-Herstellers teil, bei der sich die Kinder ohne Zwang mit gesunder Ernährung beschäftigen können und leckere Pausenbrote zubereiten.
Konrektorin Mareike Koch wurde aufgrund eines Zeitungsartikels auf die Aktion aufmerksam und bewarb sich mit der Gustav-Adolf-Schule für diese Aktion. Ende letzter Woche war es dann soweit. 30 Kinder der dritten Klasse bereiteten in der Schulküche ein gesundes Frühstück für insgesamt 120 Schüler zu. Unterstützt wurden sie dabei von Lehrerinnen, Sozialarbeitern und 15 ehrenamtlichen tätigen Müttern. Ankündigungsplakate, T-Shirts, Rezepte und ein umfassenden Warenpaket lieferte der Butter-Hersteller.
Eifrig schmierten die Achtjährigen Dutzende von Butterbroten, schnippselten Paprika, Gurken, Möhren, Äpfel und Birnen. Drei achtjährige Drittklässler kümmerten sich um das Auseinanderzupfen der Weintrauben und füllten diese in bereitstehende Schälchen. Auf die Frage, ob sie denn überhaupt Obst zum Frühstück mögen und auch von zuhause mit in die Schule bekommen, waren die Antworten eindeutig. „Ja, ich mag besonders gerne Äpfel“, erzählte Yusuf. „Möhren und Birnen mag ich lieber“, rief Julien und Erkan ergänzte: „Äpfel mag ich auch und Weintrauben.“
Alle drei werden von zuhause gut versorgt. Grundschullehrerin Birgit Kaiser weiß jedoch, dass viele Kinder nicht so gut versorgt werden. „Einige Kinder bringen wirklich gar nichts zum Frühstück mit. Andere hingegen bekommen abwechslungsreich belegte Brote und Obst. Doch sehen wir immer wieder die obligatorischen Nutella-Brötchen und noch schlimmer fertig gekaufte Schoko-Croissants vom SB-Bäcker.“
Die Auswirkungen sind schnell zu spüren. „Gerade Kinder, die sowieso schon zur Hyperaktivität neigen, werden durch den Zucker so richtig hibbelig, drehen völlig auf und bauen ihre Konzentration nach einem Viertel der Unterrichtzeit dann drastisch ab“, beobachtet die Grundschullehrerin täglich. Bei der Aktion „Gesundes Pausenbrot“ kamen gleich 120 Kinder in den Genuss eines leckeren vitaminreichen Frühstücks.
Nachdem die Drittklässer das Frühstück vorbereitet hatten, luden sie alle Erstklässler zum Frühstück in ihre Klassen ein, gaben ihre Erfahrungen und Informationen weiter und belegten zusammen mit den I-Dötzchen die geschmierten Brote mit lustigen Gesichtern aus Paprika und Möhren. So lernten die Kinder mit Spaß, Kreativität und jeder Menge gesunder Lebensmittel, das richtige Pausenbrot für die Schule selbst zu entwerfen.
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