Buchkritik "Die Bücherdiebin"

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Buchkritik: Die Bücherdiebin
"Die Bücherdiebin", von Markus Zusak, erschienen im Jahr 2005, erzählt von einem 9 jährigen Mädchen, das ihre Kindheit vor und während des zweiten Weltkrieges in Deutschland verbringt. Der dazugehöre Film erscheint am 13. März diesen Jahres.
In der Geschichte geht es um die junge Liesel, die weder lesen noch schreiben kann. Sie wohnt bei einer Pflegefamilie, die sie mit Herz und Seele liebt. Ihr jüngerer Bruder sollte sie eigentlich dorthin begleiten, stirbt aber auf dem Weg dorthin. Auf seiner Beerdigung nimmt Liesel Memingers Geschichte ihren lauf, sie klaut ihr erstes Buch. Viele weitere Bücher sollen diesem folgen, und während um das junge Mädchen herum der zweite Weltkriegt ausbricht, sie und ihre Freunde versuchen die Lage zu begreifen und Hitler die Juden vertreibt, lernt Liesel zusammen mit ihrem Pflegevater lesen und schreiben.
Erzählt wird die Geschichte von dem Tod, der Liesel durch ihr ganzes Leben begleitet. Zusak lässt den Tod sehr bemitleidenswert und unglückselig wirken, er ist schließlich nur ein Zuschauer und ist betrübt über das, was die Menschen sich gegenseitig antun. Der Autor schreibt sehr kreativ und spricht oft in Bildern und Methaphern, er vergleicht Momente mit Farben und Gefühle mit Formen. Das Buch bewirkt, dass man die ganze Welt des Mädchen sieht und fühlt. Oft verschwindet man zusammen mit Liesel in ihrer glücklichen Kindheit, aber nur allzuoft wird man dort herausgerissen und daran erinnert, dass um sie herum Krieg herrscht. Erst als ihre Pflegefamilie einen Juden bei sich versteckt wird ihr klar was der Krieg auch für sie bedeutet.
Das ganze Buch ist eine einzige Hommage an die Welt der Worte. Zusak schafft es mit seinem Schreibstil aufzuzeigen wieviel Macht, Wissen und Kultur in einigen wenigen Worten stecken kann. Es werden keine Fachbegriffe benutzt und auch sonst keine schwierigen Worte. Die Dialoge sind in bürgerlichem, altem Deutsch geschrieben und enthält viele Schimpfwörter, was das alles noch ein Stück realer erscheinen lässt. Das Buch ist jedoch nicht empfehlenswert für Leute denen es schwer fällt sich auf Geschichten einzulassen, oder nicht gern lesen. "Die Bücherdiebin" ist geschrieben für Leute, die gern und viel lesen. Das sieht man sowohl an den vielen Seiten als auch der Wortwahl im Buch.
Von diesem Buch kann man von Anfang an viel erwarten, immerhin hat Markus Zusak auch schon mit andern Büchern sein Talent bewiesen, und so wie es bisher aussieht soll der Film die Leserinnen und Leser auch nicht enttäuschen.
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