Buchkritik zu „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“

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„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist ein Roman von John Green, welcher am 10. Januar 2012 unter dem Originaltitel „The Fault in Our Stars“ erschienen ist. In dem Buch geht es um die beiden krebskranken Jugendlichen Hazel Grace Lancaster und Augustus Waters, die sich in einer Selbsthilfegruppe kennenlernen.
Das Buch beginnt damit, dass Hazels Ärztin ihr empfiehlt, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, um mehr Kontakt zu gleichaltrigen Jugendlichen zu haben.

Sie selbst hat keine Lust diese zu besuchen, da sie sich mit ihrem Schicksal als Krebspatientin abgefunden hat und nicht bemitleidet werden möchte. Dort lernt die jedoch Augustus „Gus“ Waters kennen, dem selbst ein Bein durch den Krebs amputiert werden musste. Zu dieser Sitzung kommt Augustus allerdings nur zur Unterstützung seines besten Freundes Isaacs mit, welcher bald durch das Entnehmen seines zweiten Auges komplett erblinden wird.

Nach der Selbsthilfegruppe lädt Augustus Hazel zu sich nach Hause ein, wo Hazel ihm ihr Lieblingsbuch „Ein herrschaftliches Leiden“ von Peter van Houten ausleiht, damit er dies lesen kann. Die beiden kommen sich mit der Zeit immer näher und verstehen sich immer besser. Nachdem Hazel wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus liegt, beschließt Augustus seinen Herzenswunsch, den jedes krebskranke Kind von einer Organisation erfüllt bekommt, darauf zu verwenden, mit Hazel und ihrer Mutter nach Amsterdam zu fliegen.

Dort ist der Wohnsitz Peter van Houtens und er und Hazel hoffen, dass er ihnen einige offengebliebene Fragen zu „Ein herrschaftliche Leiden“ beantworten kann. Noch in Amsterdam offenbart Augustus Hazel, dass der Krebs bei ihm erneut ausgebrochen ist und es nur wenige Überlebenschancen für ihn gibt.
Das Buch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ beschäftigt sich mit dem Thema Krebs und mit den Leben krebskranker Jugendlicher. Obwohl dies ein sehr trauriges Thema ist, hat John Green das Buch insgesamt sehr unterhaltsam geschrieben und man kann sich gut in die Charaktere einfühlen, sodass an den wenigen traurigen Stellen, die das Buch durchaus hat, man gar nicht anders kann, als mitzuleiden.

Es geht vor allem um die Gedanken und Gefühle der Erzählerin Hazel zu ihrer Erkrankung, ihren Eltern und Augustus. Man erfährt direkt zu Beginn des Buches, dass Hazel ihr Schicksal zwar „scheiße“ findet, sie sich aber trotzdem damit abgefunden hat und als ganz normaler Jugendlicher behandelt werden möchte. Zusammen mit Issac und Augustus lacht sie über alles Mögliche und nimmt sich selbst und ihre Krankheit nicht zu ernst. Ein weiteres großes Thema in dem Buch ist die Beziehung zwischen Hazel und ihren Eltern.

Ihre Eltern machen sich natürlich große Sorgen um sie. Sie wollen einerseits, ihre 16-Jährige Tochter beschützen und tuen alles dafür, dass sie gesund wird, andererseits soll Hazel ein ganz normales Leben führen können, wie jeder andere Jugendliche in ihrem Alter auch. Trotzdem macht sich auch Hazel Sorgen um ihre Eltern und hat ein schlechtes Gewissen, da sie sieht, wie sich ihre Eltern quälen und wie eingeschränkt deren Leben ist. Die wichtigste Bezugsperson Hazels im Buch ist allerdings Augustus. Sie hat anfangs Probleme sich auf ihn einzulassen, da Augustus sein Krebsleiden schon hinter sich hat und sie ihm die Qualen mit ihrer Krankheit nicht antuen will. Spätestens nach Augustus Einladung nach Amsterdam, ist sie bereit, ihm zu vertrauen. Sie selbst reagiert geschockt und traurig darauf, dass Augustus wieder Krebs bekommen hat und ist untröstlich. Trotzdem bleibt Hazel mit ihm zusammen und sie gehen gemeinsam Augustus‘ Leidensweg.

Fazit:

Mir persönlich gefällt dieser Roman sehr gut. Obwohl „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ein Jugendbuch ist, denke ich, dass auch Erwachsenen diesen Roman sehr gute lesen können, da es sich um keine klassische Krebsgeschichte handelt. Wenn man an das Thema Krebs denkt, kommen einem sofort Bilder von Krankenhäusern und trauernden und frustrierten Menschen in den Sinn. Wenn man nun aber John Greens Roman gelesen hat, sieht man die Krankheit aus einem ganz anderen Blickwinkel, da er ernstes Thema sehr witzig und fröhlich verpackt. Dadurch vergisst man Hazel, Augustus und Isaac nicht so schnell. Das führt allerdings ebenfalls dazu, dass man mit den Charakteren mitleidet und Tränen quasi garantiert sind.
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