Dinslaken: Tour durchs Rotbachtal - Gemeinsamkeit von Muslimen und Christen

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(Foto: Horst Dickhäuser)
Rotbachtal:
Mit Stehroller entdecken

Dinslaken. Freie Plätze gibt es nach Auskunft der städtischen Tourismusförderung, Telefon 0 20 64 / 6 64 98, für eine Tour mit Segways am Samstag, 11. Juli, 17 Uhr, durchs Rotbachtal. Neben dem Fahrspaß mit dem Stehroller erhalten die Teilnehmer Informationen über das Wasserbauwerk Rotbachsee, die Maßnahmen zur Renaturierung des Baches, ebenso über das Kunstwerk „Sitzender Engel“ an der Herz-Jesu-Kirche in Oberlohberg. Eine Pause im Restaurant Hüsken-Schroer ist eingeplant. Die Teilnahmegebühr liegt bei 59 Euro. Mitmachen kann, wer mindestens 15 Jahre alt ist, zwischen 45 und 118 Kilo wiegt und einen gültigen Mofaführerschein hat. Eine verbindliches Anmelden bei den Tourismusleuten im Rathaus ist erforderlich.


Reaktiviert:
Interreligiöse Gemeinsamkeit

Dinslaken. Muslime und Christen leben in dieser Stadt Tür an Tür. Im Alltag gibt es viele Berührungspunkte, vermehrt auch in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Eltern haben über kulturelle Grenzen hinweg zumeist die gleichen Sorgen und Nöte, und als Kollegin oder Kollege begegnet man sich in vielen Berufen. Ein direkter Austausch findet nach Ansicht von Vertretern des Christlich-Isla-mischen Dialogs in nicht auseichendem Maße statt.
Genau in diesem Punkt sehen die Mitglieder ihre Hauptaufgabe: die Pflege des Dialogs zwischen den Angehörigen beider Religionen. Das Gremium versteht sich als ein Erfahrungsfeld der Begegnung und Verständigung von Muslimen und Christen. Der Christlich-Islamische Dialog besteht aus Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche, der DITIB-Mo-schee, der Arrahma-Moschee, der VIKZ-Moschee, dem Integrationsrat, dem Integrationsbeauftragen und interessierten Bürgern.

Die Gruppe wurde nach einer langen Ruhephase Ende letzten Jahres wieder reaktiviert und gesamtstädtisch ausgeweitet. Erste Aktion war die große Kundgebung "Gegen Hass und Gewalt und für ein friedliches Miteinander" auf dem Neutorplatz mit über 1500 Menschen. Die Gruppe trifft sich seitdem regelmäßig in verschiedenen Stadtteilen und Einrichtungen, hat eine Prioritätenliste erarbeitet. Neben der aktiven Beteiligung am interkulturellen Fest am Sonntag, 27. September, wird es eine öffentliche Veranstaltung mit Christen, Juden und Muslimen zum Thema „Gemeinsamkeiten von Christentum, Islam und Judentum“ geben.

Geplant ist das Ganze für den 26. Oktober im Dachstudio der Stadtbibliothek. Dabei, hieß es, soll nicht das Trennende der Religionen, wie leider so oft, im Mittelpunkt stehen. Die Mitglieder des Dialogs möchten über das, was die drei Religionen verbindet, mit der interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch kommen und diskutieren. Im nächsten Jahr, kündigte die Gruppe jetzt in einer Presseerklärung an, soll ein interreligiöses Projekt mit dem Titel „Engel der Kulturen“ organisiert werden.
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