Es war eine kurzweilige "Nacht der Liedermacher" am 13.10.2013 im Theater Halbe Treppe im Ledigenheim Lohberg

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Eine Gitarre des Duos 'Männertreu'
 
Christoph Biermann
Dinslaken: Theater Halbe Treppe ím Ledigenheim Lohberg | Die "Nacht der Liedermacher" fand am letzten Sonntag im Theater Halbe Treppe im Ledigenheim Lohberg statt. Versammelte Gitarrenpower lief auf. Christoph Biermann, Liedermacher und gemeinsam mit Burkhard Wegener, beide aus Essen, moderierten durch den Abend bzw. die Nacht – die lange Nacht der Lieder. Gestartet wurde mit zwei wunderschönen Liedern von Christoph über Zuneigung oder auch Liebe genannt, denn wir wissen ja Liebe schlägt auf den Magen und gelegentlich erfahren wir auch mal, dass du mir das Herz brichst. Mit seinen beiden Kompositionen 'Wut im Bauch' und 'Ich mag deinen Mund' (ein Song über ein ganz besonderes Körperteil) entführte Christoph uns sanft in die Nacht bzw. den Abend. Danach folgte Moderator Nr. 2 – Burkhard Wegener – mit dem Song 'Navigator' – denn Ziele verschwimmen ja gelegentlich schon mal – trotz Google-Earth. Jetzt standen endlich mal 2 auf der kleinen Bühne – das sympathische Duo Männertreu. Die beiden kommen aus Herne und Dortmund und seit drei Jahren touren sie so durch das Ruhriland. Schon in ihrem ersten Lied machten sie auch gleich ihren Standpunkt klar: Ich mag Männer. Frei nach dem Motto: Ich bin schwul und das ist gut so (Zitat natürlich von unser aller Wowi geklaut). Sie heizten mit ihrem beschwingten Gitarrensound dem Publikum so richtig ein. Man konnte gut mitgrooven. Der 2te Song handelte von den Problemen, die es mit den Frauen so gibt – denn merke: Hände weg, ist nichts für Frauen – Hände weg, dies ist mein Mann. Ja, ja die Sprüche der Singlefrauen: Die besten Männer sind entweder besetzt oder schwul! Dieser Song war so richtig rhythmisch und das Mitgeklatsche ließ nicht lange auf sich warten. Der Saal war kurz vorm kochen. Mit dem letzten Song in der ersten Halbzeit über Quotenschwule und Quotenheten auf diversen Feten….und den Hinweisen auf ihren nächsten Gig am 07.11.13, 19:00 Uhr, in der der Kurbelkiste in Münster verabschiedeten die beiden sich zunächst. Die Nacht der Lieder ging weiter… Der begnadete MusikComedian Sven Pörsch betrat die Bühne mit recht leisen und nachdenklichen Liedern. Vielleicht hat das Studium der Sozialpädagogik doch Vorarbeit geleistet. Der Wald steht…poetisch, nachdenklich, wirr… Der 2te Song noch nachdenklicher…Krebs, junge Frau, Kind…Wünsche, Träume… Auf Sven Pörsch folgt die Gruppe 'raufaser': Stefan Pelzer-Florack - Gitarre, Gesang, Bass, Anne Florack (seine Tochter) – Gesang und Chris Guschmidt - Cajon…Der Name 'raufaser'? Entstand einfach so. Die Gruppe hätte auch Katzenstreu heißen können. Aber leider mag Anne keine Katzen. Ach so, ja dann ist ja alles klar. Den Anfang macht 'In deinen Träumen' – Stefan singt und Anne auch – mit einer sehr anmutenden Stimme. Der zweite Song entstand eher zufällig in einem McDoof am Morgen. Nach 7 heißen Kaffees hatte Stefan Halluzinationen…Wildwest…das Hirn gebar 'Erdinnereinen'. Man merkte den 3en die Freude am Spielen + Singen förmlich an. Schöne Atmo. Kurz vor der Pause…1989 just bevor die Mauer fiel – Berlin – Stefan im Hotelzimmer mit Kopfschmerzen – dabei sollte er doch den Preis für den 'Schwartemagen-Blues' bekommen. So nebenbei hat er den Mauerfall verpennt. Nach dem Schwartemagen-Blues mutierte er zum eingefleischten Vegetarier und wenn jetzt nur Schwartemagen hört geschweige denn sieht, beugt er sich gleich vor…Gesungen hat er den Blues aber ohne Zwischenfälle. Demnächst ist 'raufaser' in der Stadtbücherei Grevenbroich und in Jülich im Bonhöffer-Haus zu sehen. Pause. Teil 2 begann wie er aufgehört hatte – mit raufaser. Es kam u. a. ein Coversong, den ich persönlich von ganzem Herzen liebe: 'Halt dich an deiner Liebe fest' – ursprünglich von Rio Reiser bzw. TonSteineScherben. Da habe ich noch die Platte mit tiefem Geknister Einfach suuuuper schöööön interpretiert von der engelgleichen Anne. Es machte weiter Christoph mit dem unplugged Song 'Die Verführerin'. Ja, ja die Frauen… Dann kam Sven Pörsch noch mal auf Bühne mit einer – wie er es nannte – Art von Liebeslied…eines, das er für sein Kind, sein Patenkind….singen würde…später einmal. Es kamen noch Lieder über Leidenschaft, Trennung und Marylin Monroe. Sven ist am Freitag, 15.11.13, 19:30 Uhr im Theater Halbe Treppe mit seinem Programm 'Der Pörsch-Effekt' zu sehen. Dann macht er wieder in Comedy. Männertreu beendeten die Nacht, den Abend, dieses Mal auch mit Mundharmonika und Gitarrentausch…und der letzte Song ging an alle: Schwul oder heterosexuell – das Wichtigste ist, dass man lebt und sich liebt! Denn: Die Welt ist bunt und du Teil von ihr!!!
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